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Reparatur von Windows 2000 Professional

Kann Windows 2000 Professional nicht mehr gestartet werden liegt ein schwerwiegender Fehler vor und man muss das Betriebssystem reparieren.


Autor: N Z (notzomedia)
Datum: 07-12-2003, 13:59:05
Referenzen: keine
Schwierigkeit: Fortgeschrittene
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Reparatur von Windows 2000 Professional

Kann Windows 2000 Professional nicht mehr gestartet werden, weil ein schwerwiegendes Problem vorliegt, können Sie das Betriebsystem möglicherweise mit der Wiederherstellungskonsole oder der Notfallreparatur reparieren.

Legen Sie dazu Ihre Windows 2000 Installations-CD ins Laufwerk und gehen Sie sicher, dass die Einstellung im BIOS das Starten von der CD erlaubt.
(Gegebenenfalls im BIOS-Setup [direkt nach dem Einschalten DEL, F2 oder die angezeigte Taste drücken um das BIOS-Setup aufzurufen] bei BootDevice CDROM vor Festplatte [bzw. Harddisk/HD] stellen)
Nachdem das Windows 2000 Setup vollständig geladen wurde drücken Sie "R" für Reparatur. Anschließend können Sie mit "K" die Wiederherstellungskonsole oder mit "R" die Notfallreparatur starten.

Notfallreparatur

Sie können zwischen der manuellen ("M") und der vollständigen ("S") Reparaturmethode wählen.
Es wird die versucht:
  • die beschädigte Startumgebung von Windows 2000 zu reparieren, d.h. fehlende oder beschädigte Dateien werden ersetzt, das gilt auch für boot.ini
  • die beschädigten Windows 2000 Systemdateien zu reparieren, die Systemdateien werden einer Schnellprüfung anhand einer Prüfsumme unterzogen, beschädigte Dateien werden ersetzt
  • einen fehlerhaften Bootsektor zu reparieren, es wird geprüft ob der Bootsektor auf die Datei NTLDR verweist, fehlerhafte Dateien werden ersetzt
  • eine Sicherung zurück zu spielen, falls die Registrierung beschädigt ist.
Nachdem alle Reparaturarbeiten abgeschlossen wurden wird das System automatisch neu gestartet, es sollte nun wieder funktionieren. In den meisten Fällen können beschädigte System über die Notfallreparatur wiederhergestellt werden, der Nachteil dabei:
die von Ihnen nach der Installation vorgenommenen Änderungen gehen verloren, Sie müssen also ServicePacks neu aufspielen und Ihre Konfiguration neu anpassen (z.B. sind alle in der Registry gespeicherten Änderungen verloren, wenn eine alte Registry-Sicherung zurückgespielt wurde).

Wiederherstellungskonsole

Nachdem Sie "K" gedrückt haben sollte folgender Text weiß auf schwarz angezeigt werden:

Microsoft Windows 2000(TM)-Wiederherstellungskonsole

Die Wiederherstellungskonsole bietet Reparatur- und Wiederherstellungsfunktionen.

Geben Sie 'exit' ein, um die Wiederherstellungskonsole zu beenden und den Computer neu zu starten.
  1. XXXX
  2. XXXX
Bei welcher Windows 2000-Installation möchten Sie sich anmelden?
Drücken Sie die Eingabetaste, um den Vorgang abzubrechen:

Geben Sie nun die Nummer der zu startenden Windows 2000-Installation ein und bestätigen Sie mit Enter, anschließend müssen Sie sich mit dem Administrator-Passwort authentifizieren.
Geben Sie dreimal ein falsches Passwort ein wird die Wiederherstellungskonsole aus Sicherheitsgründen beendet.

Über die Wiederherstellungskonsole haben Sie Zugriff auf die Systempartition Ihrer Festplatte (d.h. wenn Sie sich für das System auf Laufwerk D: anmelden haben Sie auch nur Zugriff auf dieses Laufwerk, und natürlich auf C:\ wegen der Startdateien [ohne Unterordner]) auf Kommandozeilenebene.
Dadurch, dass Sie Zugriff auf die Festplatte haben und keine Systemdateien geschützt sind ergibt sich ein Sicherheitsproblem: Sie können die Dateien "SAM" und "SYSTEM" problemlos lesen und kopieren. In der Datei "SAM" stehen alle Passwörter zu den unter Windows eingerichteten Accounts (mit SYSKEY verschlüsselt). Um die mit SYSKEY verschlüsselten Passwörter zu knacken benötigen Sie die Datei "SYSTEM". Genaueres zum Knacken von Passwörtern können Sie in meinem Artikel "Datensicherheit bei Windows 2000 Professional" lesen.

Es ist nicht möglich Dateien auf Diskette zu kopieren, nur lesen können Sie von Diskette. Diese Sicherung ist nicht besonders logisch, da man ja das Administrator-Passwort zum starten der Wiederherstellungskonsole braucht, kann man sich mit diesem Passwort auch unter Windows anmelden und die Dateien auf Diskette kopieren.
(Falls diese von Windows gelockt sind einfach in ein temporäres Verzeichnis kopieren, dann Windows starten und auf Diskette kopieren)

In der Wiederherstellungskonsole bewegen Sie sich im Dateisystem mit DOS-Befehlen:

HELP

Mit diesem Befehl erhalten Sie eine Befehlsübersicht, geben Sie "help <Befehl>" ein um eine genauere Beschreibung eines Befehls zu erhalten, z.B. "help attrib"

ATTRIB

Der Befehl "attrib" macht es möglich Dateiattribute zu ändern, R: Schreibschutz, S: Systemdatei, H: versteckt.

BATCH

Mit "batch" können Sie Batchdateien ausführen, eine Batchdatei (auch als Stapelverarbeitungsdatei bekannt) ist eine Reihe von Befehlen, die nacheinander ausgeführt werden.

CD

"cd" steht für "change directory", so viel wie "Verzeichnis wechseln". Mit diesem Befehl wechseln Sie in ein anderes Verzeichnis, z.B. kommen Sie aus Laufwerk C:\ mit dem Befehl "cd Programme" in das Verzeichnis C:\Programme\

CHKDSK

"chkdsk" steht für "check disk", "Datenträgerüberprüfung". CHKDSK findet und behebt Festplattenfehler, z.B. können beschädigte Sektoren wiederhergestellt und Fehler in der Dateizuordnungstabelle behoben werden.

CLS

Mit "cls" leeren Sie den Bildschirminhalt, d.h. Sie sehen nur noch eine Zeile mit dem Verzeichnis, in dem Sie sich gerade befinden, z.B. "C:\;"

COPY

"copy" heißt "kopieren", mit diesem Befehl können Sie Dateien kopieren; benutzen Sie dabei die Syntax "copy <Quelle> <Ziel>", z.B. „copy a:\boot.ini c:“

DEL

"del" steht für "delete", "löschen". Mit "del" können Sie Dateien löschen, z.B. "del c:;

DIR

Mit diesem Befehl lassen Sie sich den Inhalt des Ordners in dem Sie sich befinden anzeigen, d.h. es werden alle darin befindlichen Dateien und Ordner aufgelistet. "dir" steht für "directory", "Verzeichnis"

DISABLE

Dieser Befehl ist zum deaktivieren von Windows 2000 Diensten oder Treibern, z.B. "disable messenger" deaktiviert den Nachrichtendienst.

DISKPART

Mit "diskpart" können Sie Ihre Festplatte verwalten und neu partitionieren. "diskpart /ADD" legt eine neue Partition an, mit "/DELETE" können Partitionen gelöscht werden.

ENABLE

"enable" ist für das aktivieren von Windows 2000 Diensten und Treibern zuständig, Verwendung: "enable messenger", optional können Sie noch einen Starttyp mit einem Leerzeichen an den Befehl anhängen, z.B.:
  • SERVICE_BOOT_START
  • SERVICE_SYSTEM_START
  • SERVICE_AUTO_START
  • SERVICE_DEMAND_START
EXIT

Dieser Befehl beendet die Wiederherstellungskonsole und startet den Computer neu.

EXTRACT

Mit diesem Befehl können Sie eine Datei aus einem CAB-Archiv extrahieren; Verwendung: "extract <quelle> <ziel>"

FIXBOOT

Dieser Befehl repariert den PBR, Partition Boot Record, d.h. den Bootsektor einer Partition, z.B. den von Laufwerk C:; Befehl: "fixboot c:"

FIXMBR

Repariert den MBR, Master Boot Record, den Bootsektor der Festplatte. Verwenden Sie diesen Befehl wenn Ihr MBR z.B. von einem Virus zerstört wurde.

FORMAT

"format" heißt so viel wie "formatieren"; mit Hilfe dieses Befehls können Sie Laufwerke mit verschiedenen Dateisystemen formatieren. Verwendung: "format c: /FS:NTFS" (es wird Laufwerk C: mit NTFS formatiert, anstatt NTFS können Sie auch FAT oder FAT32 verwenden)

LISTSVC
"listsvc", "listservices", dieser Befehl gibt eine Liste mit allen verfügbaren Diensten und Treibern inklusive Starttyp zurück.

LOGON

Mit diesem Befehl kommen Sie zurück ins Anmeldemenü, wo Sie eine Windows 2000 bzw. NT - Installation auswählen und sich mit dem Administrator-Passwort anmelden können.

MAP

"map" gibt eine Darstellung aller Laufwerke mit Dateisystemen und Partitionsgrößen zurück.

MD

"md" bedeutet "make directory", "Verzeichnis erstellen". "md hallo" erzeugt einen neuen Ordner "hallo".

RD

"rd" bedeutet "remake directory", "Verzeichnis löschen".
Aber: Dieser Befehl löscht nur leere Verzeichnisse!

REN

"rename", "umbenennen", dieser Befehl benennt Dateien und Ordner um: "ren name.alt name.neu"

TYPE

Mit "type" können Sie sich den Inhalt einer Textdatei anzeigen lassen.


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