IT-Academy Logo
Sign Up Login Help
Home - Hardware - Arbeitsspeicher - Kaufempfehlung Arbeitsspeicher für AMD-XP-Prozessoren



Kaufempfehlung Arbeitsspeicher für AMD-XP-Prozessoren

Der RAM (Random-Access-Memory) als eine der wichtigsten Komponenten für ein schnelles System wird hier näher betrachtet.


Autor: Peter Schmitz (dav133)
Datum: 26-12-2003, 21:32:05
Referenzen: PCGH
Schwierigkeit: Profis
Ansichten: 7206x
Rating: 9.5 (4x bewertet)

Hinweis:

Für den hier dargestellte Inhalt ist nicht der Betreiber der Plattform, sondern der jeweilige Autor verantwortlich.
Falls Sie Missbrauch vermuten, bitten wir Sie, uns unter missbrauch@it-academy.cc zu kontaktieren.

[Druckansicht] [Als E-Mail senden] [Kommentar verfassen]



Kaufempfehlung Arbeitsspeicher für AMD-XP-Prozessoren

Der RAM (Random-Access-Memory) ist essentiell für ein schnelles und stabiles System. Also No-Name-Speicher oder Hightech-Module? DDR400, EDO, SD oder DDR433? Oder ganz was anderes?

Mittlerweile sind nur noch zwei Arten von Speicher interessant:
  • DDR-RAM (Double-Data-Rate-Random-Access-Memory) und
  • Rambus-Speicher, auf den ich nicht näher eingehen möchte, da ich mich mit Intel nicht auskenne ;-).
Älterer SD-RAM oder gar EDO-RAM wird hier nicht erwähnt, da diese lediglich zum Aufstocken alter Systeme nützlich wären.

DDR-RAM taktet eigentlich mit der Hälfte des DDR-Takts, da aber zwei "Pakete" pro Zyklus berechnet werden können, ist der Takt doppelt so hoch. Der Speicher heißt schließlich nicht umsonst "Double-Data-Rate. Es gibt die Module in verschiedenen Spezifikationen:
  • DDR266 (PC 2100) Real-Takt: 133MHz
  • DDR333 (PC 2700) Real-Takt: 166MHz
  • DDR400 (PC 3200) Real-Takt: 200MHz
  • DDR433 (PC 3500) Real-Takt: 217MHz
  • DDR466 (PC 3700) Real-Takt: 233MHz
  • DDR500 (PC 4000) Real-Takt: 250MHz
Bei Mainboards mit Nforce2-Chipsatz (speziell Nforce2 400 Ultra) ist es essentiell, den RAM auf dem selben (bzw. doppelten) Takt des CPU-FSB zu betreiben. So hat ein AMD Athlon XP 2600+ (Barton-Chipsatz) einen FSB von 166MHz, dass heißt jeder Speicher über DDR 333 (doppelter Takt) Spezifikation wäre Verschwendung.
Doch halt: Dieser schlaue Satz gilt nur für nicht-Übertakter! Da der RAM des öfteren die Schwachstelle beim Overclocking ist, ist es für Wasserkühlungs-Besitzer, die ihrem System zu enormen Taktraten verhelfen wollen, wichtig, RAM mit einer höheren Spezifikation zu kaufen und diesen synchron zum (erhöhten) CPU-FSB laufen zu lassen. Beispiel:

Der Takt eines Prozessors errechnet sich aus Multiplikator und Fronstsidebus (FSB).

Eine CPU mit 12x Multiplikator und 166MHz FSB entspricht der Taktrate von 2000MHz. Angenommen Sie hätten einen Barton mit FSB166 und könnten ihn dank WaKü oder sonstigen Kühlern per FSB auf 2,4GHz übertakten, brauchen Sie auf einmal keinen DDR 333 (166MHz), sondern DDR 400 (200MHz). Also müssen Sie immer vorausplanen, wie und ob Sie übertakten möchten. Natürlich hängt der FSB noch von anderen Komponenten ab, allerdings ist der RAM schon die wichtigste davon.

Es ist wie besagt besonders bei NForce-Mainbaords wichtig, FSB und RAM-Takt auf dem selben Niveau zu halten, da dies eine Performancesteigerung bringt, selbst wenn Sie ihren DDR400-RAM auf FSB166-Niveau (DDR 333) herunterstellen.

Bei Via-Mainbaords sieht das anders aus: Diese profitieren in der Regel nicht vom Synchrontakt (speziell KT400(A)).
Nforce 2-Mainboards können im Dual-Channel-Betrieb laufen. Dazu sind zwei Bänke reserviert, in die Sie 2 identische (!) RAM-Module des selben Herstellers und mit denselben Timings und Takten laufen lassen können. Dies verdoppelt theoretisch die Bandbreite, bringt in der Praxis aber oft nur einen Leistungs-Zuwachs von ca. 3-15%.

Gut bei Nforce2: Der PCI-Takt und AGP-Takt bleibt trotz RAM-Takt bestehen. Das heißt Sie müssen beim übertakten der CPU keine Angst um die Grafikkarte/Netzwerkkarte o.ä. haben. Bei VIA ist dies bis dato nicht der Fall.
Es ist wichtig, dass die Module vom selben Hersteller sind, da durch unterschiedliche Modelle Datenkorruption und andere Fehler entstehen könnten.

Zu den Timings: Das wichtigste Timing ist die CAS-Latenz (CL). Wenn diese bei 2t liegt, ist das gut, 3t sind schon eher langsam. Andere Werte sind das RAS-to-CAS und das RAS-Delay, die alle Auswirkungen auf die Geschwindigkeit haben und alle im Optimalfall bei 2T liegen sollten.

Hochwertige RAM-Module stammen von:

Corsair, Twinmos, Micron, Geil, Take-ms, Samsung, Kingston, Infineon und noch wenigen (!) anderen Herstellern.

Diese Module sind oftmals für den DualChannel (DC)- Betrieb optimiert bzw. in diesem getestet. So werden oft 2 Module identischer Bauart als Pack verkauft.

Konkrete Kaufempfehlungen:

DDR266
Infineon PC2100

DDR333
Corsair CMX256-2700C2

DDR400
Geil PC3200 Ultra Dual Channel

DDR433
Kingston KHX3500/K2

DDR466
Twinmos PC3700

DDR500
Twimos Twister PC4000

Die Preise variieren in diesem Sektor enorm, generell sollte aber ein 256MB Modul DDR 400 (am populärsten) nicht mehr als 100€ kosten. Die Tabelle hält sich weitgehendst an die PCGH-Empfehlung.

Hinweis:

Durch das Übertakten von RAM und CPU verlieren Sie Ihre Garantie.


[back to top]



Userdaten
User nicht eingeloggt

Gesamtranking
Werbung
Datenbankstand
Autoren:04508
Artikel:00815
Glossar:04116
News:13565
Userbeiträge:16552
Queueeinträge:06246
News Umfrage
Ihre Anforderungen an ein Online-Zeiterfassungs-Produkt?
Mobile Nutzung möglich (Ipone, Android)
Externe API Schnittstelle/Plugins dritter
Zeiterfassung meiner Mitarbeiter
Exportieren in CSV/XLS
Siehe Kommentar



[Results] | [Archiv] Votes: 1154
Comments: 0