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Optimaler Aufbau einer Luftkühlung

Wer eine Luftkühlung hat, muss sich meist für eine gute Kühlung ODER einen geringen Lautstärkepegel entscheiden. In diesem Artikel findet ihr Tipps & Tricks um den optimalen Kompromiss aus Leistung und Lautstärke zu finden.


Autor: Sascha Lenhart (ensoniq2k)
Datum: 01-08-2004, 11:31:19
Referenzen: Keine
Schwierigkeit: Anfänger
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Rating: 8.75 (4x bewertet)

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Einleitung

Ohne gute Kühlung läuft bei einem modernen PC garnichts und da die viele auf Luftkühlung setzen, schreibe ich hier heute mal wie's richtig geht.

Gute Kühlung fängt beim Gehäuse an

Wer sich sowieso ein neues Gehäuse anschaffen möchte, der kann gleich darauf achten, dass das neue Gehäuse gute Vorraussetzungen für eine optimale Luftkühlung bietet.

Das Gehäuse sollte mindestens einen Lüfterplatz unter dem Netzteil und einen unter den Laufwerksschächten haben, um einen konstanten Luftstrom zu gewährleisten. Falls das Gehäuse diese Lüfterplätze nicht hat oder man noch mehr Lüfter einbauen will hilft nur der Griff zum Dremel. So kann man sich die Plätze selbst basteln, das ist meistens kein großer Aufwand, vor allem bei einem Alu-Gehäuse geht das sehr fix.

Lüftertypen

Es gibt Lüfter in fast allen Größen, als Standard für die Gehäusekühlung haben sich die 60mm, 80mm, 92mm und 120mm Lüfter etabliert. Insbesondere die 80mm Lüfter werden oft eingesetzt. Es gibt, unabhängig von der Größe, zwei unterschiedliche Arten von Lüftern:
  • Kugelgelagerlüfter halten länger als welche mit Gleitlagern, sind aber lauter.
  • Gleitlagerlüfter sind leiser als ihre kugelgelagerten Konkurrenten, halten aber nicht so lange.
Da Lüfter nicht so extrem teuer sind, empfehle ich den Einsatz von Gleitlagerlüftern, da diese merklich leiser arbeiten.

Normalerweise sitzt der Antrieb des Lüfters in der Mitte der Rotorblätter und ist recht groß, so dass der Motor den Wirkungsbereich stark verringert. Aus diesem Grund hat die Firma Y.S. Tech ihren so genannten TMD-Lüfter entwickelt, bei diesem sitzt der Motor außen im Gehäuse und ermöglicht so einen deutlich größeren Wirkungsgrad. Zum besseren Vergleich habe ich unten ein Bild eines Standard-Lüfters und ein Bild des TMD-Fans angefügt.

Lüftereinsatz planen

Minimal sollte man zwei Lüfter für die Gehäusebelüftung einsetzen, einer sollte unter dem Netzteil und einer unter den Laufwerksschächten sitzen. Wenn man ein wenig handwerkliches Geschick aufweisen kann, sollte man sich im Gehäusedeckel noch einen oder zwei 120mm Lüfter installieren. Zur besseren Veranschaulichung habe ich unten ein Bild angefügt (bitte seht über die MS-Paint Grafik hinweg ;-) ) Der Lüfter unter dem Netzteil sollte die Luft nach außen blasen. Die Lüfter im Deckel des Gehäuses sollten dies auch tun. Der Lüfter unter den Laufwerksschächten sollte frische Luft ins Gehäuse saugen. Ein Lüfter in der Seitenwand des Gehäuses ist nur nötig, falls ihr eine Grafikkarte mit hoher Wärmeproduktion habt, sorgt aber dafür, dass dieser Lüfter den Luftstrom von der Front zum Netzteil (wie in der Grafik gezeigt) nicht behindert.

Lüfter einbauen und Kabelsalat entfernen

Das eigentliche einbauen der Lüfter ist nicht viel Arbeit, man muss ihr nur festschrauben oder, falls vorhanden, in einer entsprechenden Halterung befestigen. Viel wichtiger ist das entfernen eines eventuell vorhandenen Kabelsalates. Sorgt dafür, dass keine Kabel den Luftstrom von Vorne nach Hinten verhindern, nehmt am besten Kabelbinder und befestigt die Kabel mit Hilfe von Isolierklebeband am der Gehäusewand, ausserdem empfiehlt sich der Einsatz von runden IDE-Kabeln, da diese den Luftstrom, im Gegensatz zu den flachen Bandkabeln, fast nicht behindern. Wenn die Kabel lang genug sind, ist eine Kabelführung unter dem Mainboard sinnvoll.

Lautstärke verringern

Wenn der PC zu laut ist, könnt ihr die Lüfter drosseln (sorgt aber dafür, das die Kühlung trotzdem noch stark genug ist) dafür gibt es mehrere Möglichkeiten
  • Regler am Lüfter: Der Lüfter kann direkt über einen am Lüfter angebrachten Widerstand geregelt werden.
  • Lüftersteuerung im Mainboard: Manche Mainboards bieten die Möglichkeit, die am Mainboard angeschlossenen Lüfter über eine Software zu regeln.
  • Externe Lüftersteuerung: Manche Hersteller bieten eine Lüftersteuerung zum Einbau in einen freien Laufwerksschacht, manche Modelle besitzen einen Temperatursensor für die Überwachung der Gehäusetemperatur.
Wartung

Da die Lüfter sehr schnell verschmutzen, sollte man den PC mindestens zweimal pro Quartal reinigen. Ausserdem sollte man den CPU- und den Grafikkartenkühler auch säubern, da sich die Kühlung sonst merklich verschlechtert. Von Zeit zu Zeit sollte man die Lager der Lüfter ein wenig ölen.

Fazit

Eine gute Kühlung macht sich bei der Stabilität enorm bemerkbar, vor allem wenn man übertaktet. Ich hab übrigens den PC an der Seite offen, so brauch ich keine Gehäuselüfter und kann leise Kühlen, trotz Übertaktung ;-)

Mit diesem Wissen, solltet ihr Euren PC jetzt optimal kühlen können.

Bilder:




Das ist der TMD-Lüfter von Y.S. Tech mit Antriebsmotor im Rahmen.




Hier findet ihr eine Grafik, die die optimale Positionierung und Ausrichtung der Lüfter veranschaulicht.


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