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Suse-Linux 6.4: Software-Raid einrichten

Festplatten automatisch spiegeln zu lassen ist ein Luxus welcher meist nur Firmen mit teurer Hardware zugute kommt. Allerdings gibt es für die kleineren Geldbörsen eine Alternative: Software. Mit Linux lässt sich ein RAID-System ebenso leicht zusammenzustellen.


Autor: Martin Puaschitz (onestone)
Datum: 23-01-2002, 19:27:16
Referenzen: Entsprechende How-To's
Schwierigkeit: Fortgeschrittene
Ansichten: 6082x
Rating: Bisher keine Bewertung.

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HOWTO-Hinweis

Das wichtigste How-To ist in "/usr/doc/packages/raidtool/Software-RAID.HOWTO.txt". Da findet ein angehender Raid-Administrator eigentlich fast alles, was er benötigt um das RAID zum Laufen zu bringen. Die Erfahrung bringt allerdings mit sich, dass viele Optionen nicht benötigt werden und das der direkte Weg über andere How-To's (so wie dieses hier) angenehmer ist. Dennoch ist es ratsam, sich auch die Entwickler-Hilfe genau anzusehen.

Einleitung

Es ist ganz wichtig zu unterscheiden, ob die MDutils oder die Raidtools verwendet werden. Die MDutils werden mitlerweile nicht mehr weiterentwickelt. Sie werden noch von 2.2.x Kerneln unterstützt. Raidtools sind die neue Generation und können perfekt ab Kernel 2.4 verwendet werden. Natürlich verträgt ein Kernel ab 2.2.x auch die Raidtools, allerdings leider nur mit entsprechendem Patch.

Ich selbst wollte eben vor einiger Zeit unter Suse 6.4 eine Festplattenspiegelung erreichen. Die patches (http://people.redhat.com/mingo/raid-patches)
haben bei mir leider nie perfekt funktioniert. Einige Leute haben mir erzählt, Suse hätte hier zu sehr die Kernel verpfuscht damit Patches möglich wären.

Um dennoch zu meinem Raid zu kommen, habe ich kurzerhand einfach den 2.3.99-pre8 Kernel installiert. Hier ist der oben genannte Patch nämlich integriert und es gibt keine lästigen Fehler oder sonstige Anstrengungen. In weiterer Folge habe ich dann Kernel 2.4-test4 installiert um auch den automatischen Boot-Support nutzen zu können (d.h. das Raid wird automatisch beim Booten gestartet).

Konfiguration

Unter diesen beiden Kerneln war es dann endlich möglich meine folgende Konfiguration zu starten. Um die beiden Festplatten korrekt in ein Raid-System einbinden zu können ist die Datei /etc/raidtab entsprechend zu ändern:

raiddev /dev/md0
raid-level 1
nr-raid-disks 2
nr-spare-disks 0
chunk-size 4
persistent-superblock 1

device /dev/hdb1
raid-disk 0
device /dev/hdc1
raid-disk 1

Für SCSI-Festplatten muss entsprechend sbd für die Fesplatten-Devices verwendet werden.

Wenn "cat /proc/mdstat" vorhanden ist und auch etwas ausgibt, dann sind die Raidtools an sich installiert. Die Ausgabe sollte in etwa so aussehen:

Personalities: [1 linear] [2 raid0] [3 raid1] [4 raid5] read_ahead not set
md0: inactive
md1: inactive
md2: inactive
md3: inactive

Sobald allerdings die Ausgabe nicht erfolgen kann müssen die Raidtools zuerst installiert werden.

Nun ist es möglich, über "mkraid /dev/md0" die Superblocks zu erzeugen und das Array zu starten. Wichtig ist noch, dass die Festplatten die verwendet werden nicht gemountet sind. Daher macht es Sinn die entsprechenden Einträge gleich aus /etc/fstab herauszunehmen bzw. sie auskommentieren.

Nun kehren wir nochmals zu "cat /proc/mdstat" zurück. Nun sollte sich die Ausgabe ein wenig verändert haben und in etwa so aussehen:

Personalities: [1 linear] [2 raid0] [3 raid1] [4 raid5] read_ahead 1024 sectors
md0: active raid1 hdc1[1] hdb1[0]
9895936 blocks [2/2] [UU]
[>..............] resync = 4.7% (474432/9895936) finish=3302.9min speed=46K/sec unused devices: <none>

Es wird also ausgegeben, dass das Array nun synchronisiert wird. Dieser Prozess läuft Transparent ab, d.h. wir können das Array berreits formatieren und benützen. Formatieren ist mit dem Befehl "mke2fs /dev/md0" möglich. Danach kann das Array mit "mount -t ext2 /dev/md0 /verzeichnisname" in das gewünschte Verzeichnis gemountet und benützt werden.

Allerdings ist es mühsam, das Raid-System immer nach einem reboot neu starten zu müssen. Um dies automatisieren zu lassen (siehe oben
Kernel-Unterscheidungen) muss zuerst "fdisk /dev/md0" gestartet werden. Danach folgende Konfigurationen nacheinander: "p", "1", "fd", "w". Jetzt sind alle nötigen Einstellungen gespeichert und auch das automatische starten/beenden wird möglich.

Falls es einmal doch manuell gestartet/gestoppt werden soll kann dies über "raidstart /dev/md0" und "raidstop /dev/md0" geschehen. Falls bei einem deaktivierten Raid erneut ein "mkraid..." ausgeführt wird, gehen alle Daten verloren. Deshalb ist diese Variante eher problematisch. Ich hoffe es funktioniert auch bei euch! ;o)



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