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Das Kommando telnet

fortsetzung der netzwerkgrundlagen. heute tcp anhand von telnet


Autor: Franz Schaefer (mond)
Datum: 23-01-2002, 19:29:17
Referenzen: man telnet
smtp: http://www.freesoft.org/CIE/RFC/821/
pop3: http://www.freesoft.org/CIE/RFC/1725/
Schwierigkeit: Anfänger
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Übersicht

heute haben wir das 24te command/day. naja ich schaetze etwa 5 oder so
brauchst du auf jedenfall noch zum basiswissen. aber wenn du bis jetzt
alle brav durchgemacht hast bis du schon ueber die groebsten huerden
hinweg. d.h. von hier an sollte es eigentlich ziemlich locker gehen...
und mit relativ wenig aufwand laesst sich jetzt viel funktionalitaet
lernen..

telnet kennst ja schon so grob. telnet ist auch nicht mehr ganz so wichtig
heutzutage weil es ja ssh gibt etc.. aber zum verstehen wie das internet
so arbeitet ist telnet doch extrem wichtiges basiswissen.

telnet irgend.ein.computer.auf.dem.du.einloggen.darfst.at

bringt dich zu eben diesen computer und du koenntest dort einlogen.
sollte man aber im normalfall heutzutage NICHT mehr. weil alle zeichen im
klartext uebers netzwerk uebertragen werden und das ist zu unsicher. zum
einlogen auf anderen unix rechnern verwendet man heutzutage fast nur ssh.

jedes zeichen dass du local tippst wird sofort zum compuer auf der
gegenseite (remote) geschickt der wertet es aus und jedes zeichen das du
am bildschirm siehst kommt direkt vom gegenseitigen rechner rechner. es
ist also fast wie wenn du direkt an einer console am rechner sitzt.


telnet verwendet so wie ping ebenfalls das IP protokoll. die daten werden
aber noch weiter eingepackt in TCP packete. TCP packete haben zusaetzlich
zur addresse die im IP packet steckt noch eine sogenannte "port" addresse.
und zwar abender port und ziel port. wenn du dir IP addressen als
hausnummern denkst dann waeren die port nummern die tueraddressen.

jeder computer hat 65536 solcher tuerchen (ports). und hinter jeder tuer
kann sich ein eigenes service verstecken dass dieser computer anbietet.
und je nachdem auf welches dieser ports man sich verbindet kann man dieses
service nutzen. eine auflistung der standardservices findet man im file:

/etc/services

gibt man beim telnet kein port an so verbindt sich telnet auf das default
telnet service. da ist port 23

port 25 ist "smtp" das "simple mail transfer protocol" dort werden mails
ausgetauscht.

80 http. dort koennen sich web browser hinverbinden und nach
webseiten fragen die auf diesem rechner liegen.

110 pop3 (das post office protokoll) dort kann man mailboxen abfragen.

.... etc..etc

willst du eine telnet verbindung unterbrechen ohne auszulogen druecks du:

control-] (control eckige klammer zu) dann kommst ein promot:
telnet>

dort kannst du "quit" eingeben um telnet zu beenden. (auch noch ein paar
andere befehle siehe "help") (die befehle gehen an das telnet programm
und nicht an den computer am anderen ende des telnets)

statt des hostnamens (namen des computers auf dern adneren seite) kann man
natuerlich auch (wie bei ping) die IP addresse angeben.

telnet 131.130.221.38

bringt dich z.b. zum unet studentenrechner der uni wien.

wenn du z.b.:

telnet sl.mud.at 4711

kommst dann verbindest du dich mit port (tuerchen) 4711 am computer
sl.mud.at (dort kommst du uebrigens ins silberland eines der beliebtesten
ooesterreichischen MUDs (multi user dungeons))

telnet dein.server.fuer.ausgehende.mails 25

(falls du nicht weisst welcher server fuer mail von dir zustaendig ist.
das kannst du mit folgendem befehl herausfinden:

nslookup -type=MX mond.at

sagt dir welche mailserver mail fuer mond.at empfangen koennen)

bist du direkt mit dem server verbunden der deine ausgehenden mails
empfaengt. normalerweise verbindet man sich da nicht selbst sondern das
macht dein mail programm fuer dich aber spasshalber koennen wir mal so tun
als waeren wir selbst ein mailprogramm:

du tippst:

help

du tippst:

mail from: george.w.bush@whitehouse.gov

rcpt to: hier_deine@email.addresse.eingeben

data

testmail.

. <- als abschluss der mail einen punkt alleine am ende der zeile
eingeben..

quit

und schon solltest du eine mail verschickt haben. auf die art und wiese
kannst du beliebige mails "faken" also mit falschen absenderaddressen
generieren.. leider schreiben die mail programme auch rein von welcher IP
aus die mail gesendet wurde..es ist also fuer einen profi dann leicht
nachzuvollziehen von woher diese falsche mail gekommen ist..

genauso kannst du auch deine mail haendisch abfragen:

telnet dein.server.fuer.pop.email.empfang pop-3

(anstatt pop-3 koenntest du auch 110 schreiben)

user hier_dein_username
pass xxxxxxx (dein passwort)

list

retr 3 (wuerde die mail nummer 3 empfangen)
retr 7 (wuerde die mail nummer 7 empfangen)
dele 7 (wuerde die mail nummer 7 loeschen falls du das wirklich willst!)

quit

ist natuerlich auch nicht dazu gedacht haendisch verwendet zu werden..
aber falls mal irgendwas mit deiner mail nicht geht kannst du hier
nachschaun ob mit dem server alles in ordnung ist.. oder falls du auf
einer langsamen modemverbindung sitzt und ein 100MB grosses attachment
loeschen willst weil du sonst ewig brauchst bis du die mails downgeloadet
haettest... ist auch praktisch wenn man diese tricks kennt..

EXERCISES:

* versuch dich mit dem telnet port von dir bekannten computern zu
verbinden. (am besten dort aber NICHT wirklich einlogen..)

* versuche ein telnet mit control-] und "quit" zu beenden.

* versuche dich auf dem port 25 (smtp) deines mailservers einzulogen und
dich mal direkt mit dem zu unterhalten.

* versuche dich mit einem pop-3 server zu verbindun und dort direkt mail
abzuholen.

* schau einen sprung im silberland oder einem anderen mud ( eine liste
gibts auf: http://www.mud.de/DML/ ). aber natuerlich nicht in waehrend
der arbeitszeit!! ;-)

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