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Unix Distributionen

diskussion unterschiedlicher unix distributionen.


Autor: Franz Schaefer (mond)
Datum: 23-01-2002, 19:37:52
Referenzen: http://www.at.debian.org/
http://www.mandrake.org
http://www.redhat.com/
http://www.suse.de/
http://www.freebsd.org/
http://www.openbsd.org/
http://www.netbsd.org/
http://www.slackware.com
http://gd.tuwien.ac.at/platform/linux/
http://bsd.sil.at
Schwierigkeit: Fortgeschrittene
Ansichten: 5059x
Rating: 4 (2x bewertet)

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Übersicht

bis jetzt waren unsere CDs auschlieslich fuer "beginner". es wird noch ab
und zu "beginner" kommandos geben aber in naechster zeit werden
hautsaechliche themen behandelt die fuer "junior admins" interessant sind.
leute die sich z.b. ihr linux system selbst aufsetzten und administrieren
wollen.

der erste schritt dabei ist sich fuer ein unix und eine distribution zu
entscheiden.

 

komerzielle unixe (sun solaris, hp, ibm aix, ...)

komerzielle unixe verliern zusehens an bedeutung. die standardausruestung
an tools und packeten die mit einem komerziellen unix mitgeliefert werden
ist i.a. weit geringer als bei freien systemen. dazu kommt dass die
proprietaeren versionen der standard system tools (ls, df, find, grep, cc,
... ) i.a. viel weniger leistungsfaehig sind als die freien GNU versionen
der selben programme. natuerlich kann man die freien versionen dieser
tools auch auf diesen system compilieren oder man bekommt sie als zusatz
CD. kernel features wie firewalling oder aehnliches die auf einem freien
unix heute selbstverstaendlich sind muss man bei komerziellen systemen meist
extra bezahlen...

der einsatz komerzieller unixe ist heute nur noch in nischen bereichen
interessant. meist high-end server mit mehr als 4 oder 8 prozessoren.
aber auch in diesen bereich ruecken freie unixe immer mehr vor.


slackware linux.

die aelteste distribution.

philosophie: do it yourself.

slackware ist eine sammlung von vorkompilierten programmen die nicht
sonderlich aufeinander abgestimmt sind oder mit sinnvoll default
einstellungen installiert wuerden. man muss sich alles selbst machen. es
gibt keine bequeme update moeglichkeit. der einsatz von slackware ist
daher nur in spezialfaellen ueberhapt zu rechtfertigen (z.b. ein
spezialisiertes system das nur eine einzige funktion uebernehmen muss die
ohnehin extrem angepasst werden muss.) didaktisch gesehen ist die
distribution aber fuer anfaenger die alles von grund auf lernen wollen
durchaus vertretbar: bei slackware muessen sie alles lernen.


redhat linux

in weiten teilen der welt weit verbreitete konsumer distribution.

technisch oft nicht ganz solide versucht redhat dem user die installation
moeglichst einfach zu machen.

suse linux

aehnlich wie redhat. konsumer distribution. versucht den anwender
moeglichst von der administration seines systems fernzuhalten. die ebene
an komplexitaet die dies bewerkstelligen soll ist aber extrem hinderlich
wenn man mal "haendisch" selbst teile des systems konfigurieren will.

mandrake linux

an redhat angelehnt versucht es dieses an bedienerfreundlichkeit zu
uebertreffen.

debian GNU/linux

debian ist ein rein von der net comunity zusammengestelltest linux. debian
legt besonderes augenmerkt auf die lizenzen der packete in die
distribution aufgenommen werden. im kern teil sollen sich nur freie
packete finden.

eine besondere staerke von debian ist die extrem gut funktionierende
update moeglichkeit. vorallem wenn man eine schnelle netzanbindung hat:
man muss dann nicht alle paar monate CDs kaufen gehen. vorteil gegenueber
den konsumer distributionen: debian will nicht extra viele lagen an
komplexitaet ueber die packete legen. packete werden mit sinnvollen
default einstellungen installiert und sind an einander gut angepasst. die
abhaengigkeiten zwischen packeten sind relativ feinkoernig definiert. hat
man irgendwo mal vergessen ein packet zu installieren das man ploetzlich
braucht. mit dem "apt-get" befehl braucht man nicht lange muehsam suchen.
ein befehl und das programm ist installiert.

debian ist IMHO fuer server und desktop klarer favorit. sowohl fuer
anfaenger als auch fortgeschrittene zu empfehlen.


freebsd

hat einen BSD kernel. von der philosophie her eher wie slackware: "do it
yourself." packete werden nicht mit sinnvollen default einstellungen
installiert. system updates sind muehsam. in manchen nischen bereichen ist
der BSD kernel dem linux kernel ueberlegen, in anderen wieder unterlegen.
braucht man nicht gerade fuer einen speziellen einsatz fall eines der
features des freebsd kernels so sollte man auf jeden fall besser debian
verwenden.

netbsd

besonders portabel. d.h. es laeuft auf sehr vielen verschiedenen
prozessoren.. (linux kommt hier aber schon durchaus nahe..)

openbsd

die entwickler von openbsd haben sich sicherheit als oberstes ziel
gesetzt. die distribution ist daher fuer firwalls eventuell interessant.
im allgemeinen kann man die selben faehigkeiten auch mit einem gut
aufgesetzten linux erreichen..

ein pluspunkt aller *BSD versionen ist der "ports tree" gennannte
mechanismus zur packetverwaltung. er kommt an bequemlichkeit dan das
debian apt-get heran hat aber den vorteil dass man auch von source weg
installieren kann (und so z.b. packete speziell fuer seinen prozessor
optimiert kompilieren kann..)

politisch gesehen haben die BSD versionen den nachteil dass die lizenz
unter der die BSD kernels vertrieben werden (die BSD lizenz) es erlaubt
komerzielle versionen dieser betriebsysteme zu machen bei denen die
erweiterungen nicht an die gemeinschaft zurueckgegeben werden muessen. so
hat z.b. apple das neue OS-X mit einem umgeschriebenen BSD kernel gebaut.
das mag zum heutigen zeitpunkt auch als vorteil gesehen werden, hilft es
doch unix weiter zu verbreiten. gehen wir aber davon aus dass sich unix
als betriebsystem auf breiter ebene duchrsetzen wird so wird es die BSD
ausbaeutungskonzernen wie mircosoft erlauben die fruechte unserer arbeit
zu rauben um dann erst wieder mit komerziellen erweiterungen die user zu
berauben und zu versklaven.

die BSD lizenz ist auf jeden fall VIEL besser als jede komerzielle lizenz,
aber wenn es 2 gleichwaertige programme gibt wovon das eine GNU GPL
lizenziert ist und das andere BSD lizenziert ist sollte man aus
politischen ueberlegungen die GNU version bevorzugen.

fazit:

fuer die mehrzahl der faelle wird debian die beste wahl sein. in einigen
speziallfaellen kann man unter umstaenden den einsatz einer BSD version
rechtfertigen. den einsatz komerzielle unix kann man nur fuer ganz grosse
eisen (mehr als 4 oder 8 prozessoren) rechtfertigen, aber selbst hier wird
die luft immer duenner: unterm strich kann man mit den ersparten lizenz
gebuehren meist leistungsfaehigere freie systeme bauen.

 

_______________________________________________
CD ist ein service von SILVER SERVER
der inhalt unterliegt der GFDL
_______________________________________________



lex
Rookie
Beitrag vom:
12-12-2006, 08:52:22

Distri

War ein recht interessanter Artikel, aber da fehlte mir deutlich die Objektivität.
Ich als bekennender Slackware User fühlte einen kleinen Stich, bei den Worten "der einsatz von slackware ist
daher nur in spezialfaellen <b>ueberhapt</b> zu rechtfertigen".
Sorry, aber bei Slackware ist ja gerade das Geniale daran, das ich alles selber machen darf, wo sonst habe ich die komplette Befehlsgewalt über mein Betriebssystem ? Es funktioniert auch alles mit den Default Einstellungen (Logisch nicht perfekt, aber welche Distri kann das ?). Zudem kommt noch, das Slackware am wenigsten Mircosoft hinterherläuft, wie manch andere Distri...

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