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Programme vom Source-Code weg installieren

Packete von .tgz source installieren (make, ./configure ..)


Autor: Franz Schaefer (mond)
Datum: 23-01-2002, 19:39:41
Referenzen: Keine.
Schwierigkeit: Fortgeschrittene
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gute linux oder BSD distributionen haben heute einige tausend
softwarpackete inkludiert. die kann man mit den entsprechenden
packetmanagement tools einfach und schnell installieren (z.b.
apt-get/deselect im debian).

trozdem gibt manchmal auch programme fuer die noch kein packet existiert
oder wo das als packet vorhandene programm schon zu alt ist und man eine
neuere version des programms haben will. dann kann man das programm selbst
vom sourcecode compilieren.

compilieren nennt man den vorgang wo ein programm von seinem source code
(also dem bauplan) in eine form uebersetzt wird die der computer direkt
versteht.

das hoert sich vielleicht schwieriger an als es ist: um das programm
compilieren zu koennen muss man den source code nicht selbst verstehen
koennen. man braucht den compile-vorgang blos zu starten.

ok. schritt fuer schritt: was ist zu tun?

ueblicherweise bekommt man die sourcefiles in .tgz files. die muss man
zuerst entpacken.

angenommen unser softwarepacket heist:

blabla-2.4.tgz

bevor wir es entpacken vergewissern wir uns dass es sich in ein eigenes
verzeichnis entpackt:

tar tfvz blabla-2.4.tgz

da sollten dann nur filenamen aufgelistest sein die mit blabla/ oder
blabla-2.4/ beginnen. ist das nicht der fall dann sollten wir vor dem
entpacken ein eigenes verzeichnis anlegen:

(mkdir blabla ; cd blabla ; tar xfvz ../blabla-2.4.tgz )

ansonsten enpacken wir es einfach und wechseln in das verzeichniss:

tar xfvz balbal-2.4.tgz

cd blabla-2.4

wie dann weiter vorzugehen ist steht meist in einem file namesn README
(meist gross geschrieben). eventuell gibt es auch ein textfile namens
INSTALL das beschreibt wie beim installieren des programmes vorzugehen
ist.

das sollte man aufmerksam lesen.

gute programme kommen meist mit einem "configure" script das versucht alle
computerspezifischen informationen (welche art von unix, welche librarys
installiert sind, welche CPU etc.. ) herauszufinden um das programm
optimal uebersetzten zu koennen.

wenn im README nicht anders beschrieben macht man dann zuerst:

./configure

das configure sagt meist auch wenn wichtige vorausetzungen (meist library
files ) fehlen. falls dem so ist muss man die zuerst installieren bevor
man weitermachen kann.

als naechstes ruft man dann meist "make" auf. make liest ein file namens
"Makefile" aus dem es die instruktionen liest wie das programm zu
compilieren ist. kleinere programme haben manchmal kein configure script
und man kann direkt "make" aufrufen. manchmal muss man das Makefile auch
per hand einwenig editieren damit das programm korrekt uebersetzt wird.


make

nach dem make kann man das programm meist schon starten. z.b.:

./blabla oder src/blabla je nachem wo das programmfile hingeschrieben
wurde. (vorausgesetzt es gab keine schweren fehler beim
compilieren).ueblicherweise macht man aber vorher "make install" das dann
die programme in die passenden verzeichnisse kopiert. das darf
normalerweise root und falls wir noch nicht root waren muessen wir zuerst
root werden in dem wir "su" eingeben:


su

make install

und dann noch

exit

im wieder normaler user zu sein.

jetzt sollte das programm korrekt installiert sein.

gute programme lassen sich so meist sehr einfach installieren. ab und zu
fehlen halt teile. die muss man vorher installieren. (achtung: debian hat
viele packete die zum selbercompilieren von programmen voraussetzung sind
- meist header files uns aehnliches als eigenes packet das meist auf den
namen "-dev" endet.

sagt also das configure dass es xyz vermisst dann sollte man schaun ob man
nicht ein xyz-dev oder libxyz-dev packete installieren kann. oder man
hohlt sich vom packet xyz auch die sourcen als .tgz und compiliert das
vorher..



_______________________________________________
CD ist ein service von SILVER SERVER
der inhalt unterliegt der GFDL
_______________________________________________



paedubucher
Professonial
Beitrag vom:
30-04-2006, 18:18:39

Inhalt Gut, Darstellung übel

Was du schreibst ist ja sehr interessant (und IMHO auch richtig). Am Ende schreibst du zwar, dass man exit eingeben soll, damit man wieder zum normalen User wird. Aber ich habe oben nirgends gefunden, dass du jemals mit "su" zu root wirst...

Soviel zum Inhalt, wie gesagt; recht gut.

Aber die Darstellung. Es gibt doch Gross- und Kleinbuchstaben in unserer deutschen Sprache! Du schreibst durchgehend alles klein, sowas darf nun wirklich nicht sein, der Artikel erwekt so einen Eindruck, dass du das alles schnell hingeschrieben hast um möglichst schnell fertig zu werden.

Ausserdem hättest du Eingaben auf der Kommandozeile mit einer anderen Schriftart hinschreiben sollen, dies würde das Nachschlagen erheblich vereinfachen.

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