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Einführung in Latex

Das Satzsystem "Latex" wird vorgestellt - Der Klasser in der Schriftbearbeitung...


Autor: Franz Schaefer (mond)
Datum: 02-02-2002, 22:14:27
Referenzen: info latex
l2kurz.dvi
latex2e.dvi
guide.dvi
essential.dvi
http://dante.ctan.org/
http://gd.tuwien.ac.at/publishing/tex/CTAN/
Schwierigkeit: Anfänger
Ansichten: 9490x
Rating: 6 (1x bewertet)

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Übersicht

neben vielen grafischen textverarbeitungsystemen die inzwischen auf unix
erhaeltlich bzw in entwicklung sind (abiword, star/open-office, kword, ..)
schwoeren viele unix anwender noch immer auf den klassiker LaTeX wenn es
darum geht anspruchsvoll gesetzte texte auf papier zu bringen.

latex ist dabei ein voelliger ander ansatz als WYGIWS textverarbeitung:
bei latex schreibt seine texte in einem normalen texteditor. benoetigt man
spezielle formatierungen so fuegt man latex befehle ein. das ganze ist
aehnlich dem schreiben eines HTML source codes, blos dass es latex schon
einige jahre laenger gibt als das www.

will man z.b. ein einem latex document etwas fett schreiben so schreibt
man in den text hinein: \textbf{dieser teil wird fett gedruckt} oder das
einfuegen einer\footnote{ich bin eine fu"snote}

ein kurzes latex document koennte z.b. so aussehen

---------------------------------------------
\documentclass[a4paper]{article}
\usepackage{german}
\begin{document}

\section{Einleitung}

bla bla bla bli blohhh blahh bla bla bli blohhh blahhbla bla bli blohhh
blahhbla bla bli blohhh blahh. bli blohhh blahbla bli blohhh blahh. bli.

blohhh blahbla bli blohhh blahh. bli blohhh blah.

\subsection{Mehr Blah Blah}
bla

\end{document}
---------------------------------------------

speichern wir diesen text in der datei bla.tex so koenne wir mit dem
befehl:

latex bla.tex

daraus ein bla.dvi machen. das bla.dvi enthaelt die information wie das
auf papier aussehen soll aber noch nicht fuer einen konkreten drucker
aufbereitet. man kann sich das bla.dvi z.b mit dem programm xdvi ansehen:

xdvi bla.dvi

will man das ganze auf papier bringen braucht man einen konverter der dvi
auf die sprache des druckers umsetzt. da man unter unix meist postscript
drucker verwendet:

dvips -ta4 bla.dvi -Pabteilungsdrucker

wandelt bla.dvi auf ein a4 .ps um und schickt dieses zum durcker mit dem
namen "abteilungsdrucker"

dvips -ta4 bla.dvi -obla.ps

wuerde das .ps in die datei bla.ps schreiben. (das man dann nochmal z.b.
mit gv anschaun kann:

gv bla.ps

)

bei der formatierung des textes ist es latex ziemlich egal wie er im
original formatiert ist. extra zwischenraeume werden
ignoriert und zeilenumbrueche werden
dort gemacht wo ein sie hinpassen. einzig: eine leerzeile im text
kennzeichnet einen neuen absatz. im uebrigen braucht man sich generell
wenig um formatierung zu kuemmern. latex hat das druckerwissen von
generationen eingebaut und setzte per default sehr schoen.

was umlaute betrifft. viele texanwender beovorzugen es ihre umlaute mit
hilfe des ``german'' packgages zu schreiben: "a "o "u "s waern die umlaute
ae oe ue und scharfes s. hat man seine texte im latin1 zeichensatz
geschrieben und will die umlaute direkt eingeben:

\usepackage[latin1]{inputenc}

im haeder erlaubt dies.

latex wird sehr gerne fuer wissenschaftliche arbeiten eingesetzt. das
setzten mathematischer formelen ist daher eine besondere staerke von
latex:

\begin{equation}
\int ( \sum_{i=1}^n \alpha_i x^i ) dx
\end{equation}

wuerde ein integral ueber sum von i=1 bis n aller aplha_i * x^i dx
schreiben.

hier noch ein paar tips fuer die ersten schritte mit latex:

fuer viele layout probleme sind minipages nuetzlich:

\begin{minpage}{5cm}
bla bla ..
\end{minipage}

die minipage ist eine "seite in der seite". im obigen beispiel 5cm breit
wird aber layoutmaessig vom latex behandelt als waere es ein grosser
buchstabe.

$\alpha$ wuerde eine kurze mathematische umgebung (hier zur erzeugung
eines alpha zeichens) in den laufenden text einfuegen.

der befehel \hspace{3mm} erzeugt einen 3 milimeter horizontalen
zwischenraum. will man verhinden dass~diese~woerter beim umbruch getrennt
werden schreibt man wellenlinien anstatt zwischenraeumen.

fuer geschaeftsbriefe gibt es einen style "dinbrief".

fuer die verschiedensten anwendungen gibt es zusatzpackete die man mit
\usepackage inkludieren kann. z.b.:

\usepackage{draftcopy}

unterlegt den postscript output auf allen seiten mit einem dicken grauen
schriftzug "draft"...

so kann man in latex von arabischen und hebraeischen texten bis zu feynman
diagrammen fast alles setzen.

das ganze hier kann daher natuerlich keine vollstaendige einfuehrung in
latex sein. wer aber auf den geschmack gekommen ist sollte mit diesen
informationen im stande sein seine ersten dokumente zu schreiben. wer
latex wirklich ernsthaft benutzen will sollte aber die zeit investieren
und zumindest eine der sehr guten kurzeinfuehrungen lesen.

noch ein wort zu "lyx" lys ist ein textverarbeitungsprogramm dass auf
latex aufsetzt. man kann dort in einer grafischen umgebung arbeiten.
laengerfristig ist es aber meist eher muesamer mit lyx als wenn man gleich
direkt latex verwendet.

EXERCISES:

* verfasse ein kurzes latex dokument, uebersetzte es mit latex in ein dvi.
schau dir das dvi an und drucke es aus.

* such dir die l2kurz.dvi einfuehrung und drucke sie aus (hinweis: psnup -
spart seiten bei postscript ausdrucken)

* such dir mit locate das beispiel zum dinbrief (example.tex) und nimm es
als basis fuer einen eigenen brief.

_______________________________________________
CD ist ein service von SILVER SERVER
der inhalt unterliegt der GFDL
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paedubucher
Professonial
Beitrag vom:
28-05-2007, 14:45:17

Meine Erfahrungen

Ich verwende LaTeX gerade für eine Zusammenfassung. Diese wird ungefähr 60 Seiten lang.

Vorteile:
- Ich kann überall daran arbeiten, ich brauche nur einen Texteditor
- Die Qualität ist wirklich hervorragend
- Das Layout sieht sehr professionell aus

Nachteile:
- Aller Anfang ist schwer, es hat am Anfang einiges an Überwindung gekostet
- Sobald ich etwas "spezielles" wie Tabellen oder Grafiken machen muss, verliere ich einiges an Zeit

Insgesamt bin ich aber mit LaTeX sehr zufrieden. Im Moment fahre ich doppelspurig (OpenOffice.org und LaTeX bzw. tetex).

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