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History: Die Windows-Versionen

Angefangen hat alles mit einem DOS = Disk Operating System = Betriebssystem. Als Bill Gates sein MS-DOS (MS = Microsoft) entwickelte, dass sich auch durchsetzte, wurde das vorhandene Pendant von IBM in DR-DOS (DR = Digital Research) umbenannt. Das letzte MS-DOS hat die Version 6.22.


Autor: Erik Miller (ecm)
Datum: 25-06-2002, 08:48:13
Referenzen: http://www.e-c-m.org
Schwierigkeit: Anfänger
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Wie ging es weiter... Microsoft ergänzte dann das Betriebssystem durch eine grafische Oberfläche: Windows.
Die ersten Windowsversionen bis hin zur Version 3.11 waren tatsächlich auch nur benutzerfreundliche Oberflächen für das Betriebssystem MS-DOS zur Vermeidung der lästigen Befehlseingabe mit der Hand.

Erst mit Windows 95 (Version 4.00.x) mutierte Windows zum eigenen Betriebssystem, allerdings immer noch stark auf DOS (in dieser Verbindung als Version 7) basierend. Auf 95 folgten die Versionen A, B und C.

Mit der Version 95 B (OSR 2, OEM 4.00.950 B) gelang Microsoft ein neuer Quantensprung: Die Unterstützung von 32-bit (binary digit). Die Dateibelegungstabelle für das Datenträgerformat FAT 32 löste das bis dato gebrauchte FAT 16 ab. Windows 98, 98 SE (Second Edition = Zweite Ausgabe) und ME (Millenium Edition = Jahrtausend-Ausgabe) waren weitere Verbesserungen dieses Systems, das DOS-Verzeichnis wurde weggelassen, obwohl die wesentlichen DOS-Befehle noch vorhanden sind. Allerdings wurde in ME bereits die Möglichkeit, ein DOS-Eingabefenster zu öffnen, weggelassen (kann nachinstalliert werden).

Parallel zu dieser Reihe entwickelte Windows mit NT (bis Version NT 4.0 - 1996) und dem Nachfolger 2000 (NT 5.0) Server-Versionen für Netzwerke und deren Workstations. Sie sind aber auch isoliert als Desktop-Computer einsetzbar, hier mit Vorteilen (sehr stabile Systeme) und Nachteilen (eine Reihe von Programmen laufen unter diesen Versionen nicht und sie sind nicht so anwenderfreundlich).

Das jetzt neu auf dem Markt erschienene Windows XP vereint die Vorteile beider Systeme und soll deshalb einen weiteren Quantensprung in der Microsoft-Ära darstellen. XP (NT 5.1) verzichtet nun allerdings völlig auf DOS und löst alle bisherigen Systeme ab, die nicht weiterentwickelt werden; allerdings wird Microsoft den Support aufrechterhalten.

Wie erkennt man die einzelnen Versionen von Windows 95?
Auf der Installations-CD findet sich direkt neben der "setup.exe" eine "setup.txt" (mit Notepad öffnen), die alle Informationen enthält. Entscheidend ist eigentlich nur, ob man bereits eine Version ab 95 B hat. Diese wurde etwa im August 1996 (Datum der Daten auf der Installations-CD) herausgegeben. Windows bezeichnet Windows 95 als Version 4.x (nach 3.x, wie Windows 3.11). Und die Version B ist build 950, deshalb 4.00.950 B. Allerdings gibt es auch für Windows 95 zahlreiche Updates uns. Beachten Sie aber, dass der neueste Internetexplorer 6.0 Windows 95 nicht mehr unterstützt, die letzte Version, die benutzt werden kann ist 5.5 mit Servicepack.

Der Vorteil von 98 ff besteht im Wesentlichen darin, dass die Treiberdatenbank sehr groß ist und Installationen der Hardware dank Plug & Play wesentlich einfacher sind; Microsoft selbst stuft 98 lediglich als Update (jetzt Version 4.10.x) für 95 ein. Aber: Während 95 noch mit einem RAM von 8 MByte auskam, erwartet 98 bereits mindestens 16 und ME sogar 32, also deutlich höhere Hardwarevoraussetzungen, die insbesondere ältere Rechner nicht mehr erfüllen. Zum Vergleich: NT erwartet 16 (empfohlen 64 und Pentium), 2000 bereits 64 (128 und Pentium II) und XP gar 128 (258 und Pentium II) MByte!

Es bleibt als weiteres Fazit: Windows 95 B bleibt das schnellste Windows, allerdings sollte man beim RAM nicht sparen. Ein Update von 95 auf 98 macht deshalb ebenso wenig Sinn, wie 98 auf die Folgeversionen. Wer noch nicht 98SE hat, kann 98 updaten .Wozu Microsoft noch eine Millenium-Ausgabe herausgegeben hat, wird das Geheimnis von Bill Gates bleiben, ein "Jahrtausendereignis" war es sicher nicht, eher eine "Dritte Ausgabe" von 98. Neu in Bezug auf 98SE ist die automatische Systemwiederherstellung (dafür läuft einige Software nicht mehr: Norton Utilities 2000, aber auch das Service Pack für Office 97) und die Assistenten wohin man blickt; aber auch Internet-Brett-Spiele, die man sich für 98SE aber auch so herunterladen kann.

Also: Wenn, dann Neuinstallation eines höheren Systems.
Wer sich mit dem Gedanken trägt, auf XP umzusteigen, sollte vorher prüfen, ob die Programme, mit denen er jetzt arbeitet, auch unterstützt werden, dies ist keinesfalls sicher. Sehen Sie besser erst eine Liste von Programmen, bei denen Schwierigkeiten bereits bekannt sind, vorher ein (die Datei liegt im Excel-Format vor, wer kein Excel hat muss den Viewer von Microsoft installieren). Wahrscheinlich ist erfahrungsgemäß ohnehin zu empfehlen, erst noch etwas abzuwarten, bis XP (das galt ja für die Vorgänger genauso) aus den "Kinderschuhen" heraus ist.

Vergessen Sie auch nicht den hohen Speicherbedarf.

Übrigens wer noch Windows 95 hat und seine Registriernummer nicht findet, hat es leicht. Nehmen Sie einfach z.B. diese: 16595-OEM-0001706-32334.

OEM (Original Equipment Manufacturer = Originalgerätehersteller) bedeutet, dass die CD mit dem Kauf eines PC zusammen erworben wurde, und der Gerätehersteller auch die Regressansprüche einschließlich der Windows-Installations-CD übernimmt. Die ersten 5 Ziffern des Codes bezeichnen diesen Hersteller, die 7 Ziffern nach OEM ist die eigentlich nur wichtige Nummer, die Quersumme (im Beispiel 0+0+0+1+7+0+6 = 14) muss durch 7 teilbar sein, jede beliebige Ziffernfolge, die diese Bedingung erfüllt, wird akzeptiert. Die letzten 5 Ziffern sind unwichtig, hier können auch 5 Nullen oder Einser stehen. Ähnliches gilt auch für andere OEM-Produkte.

Bei Windows 98 wird es schwieriger, da brauchen Sie den Original-Code, bei XP müssen Sie den Code sogar bereits von Microsoft direkt anfordern.



Yoschi
Rookie
Beitrag vom:
16-07-2008, 20:09:26

>Übrigens wer noch Windows 95 hat und seine

>Registriernummer nicht findet, hat es leicht. Nehmen

>Sie einfach z.B. diese: 16595-OEM-0001706-32334.

Ist das überhaupt legal?
So wie ich MS kenne wollen sie alle Windows Versionen die älter als Vista sind tot sehen.

Ansonsten ein schön geschriebener Artikel.

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NimeoB
Insider
Beitrag vom:
25-06-2002, 09:19:50

Win 95 C

Win 95 C ist angeblich die 9x Version mit den wenigsten Bugs! Sie hat USB-Unterstützung!!! Und es gibt jetzt noch Nachfrage danach, eben wegen oben genannten Punkten. Win 95 C ist Win 98 deutlich näher als die B Version.

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