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Konfiguration der Hardware und des Betriebssystems unter Windows: Treiber und Speicher

In diesem Artikel finden sich nützliche Informationen zur optimalen Konfiguration Ihres Windows- Systems.


Autor: Erik Miller (ecm)
Datum: 27-06-2002, 20:11:56
Referenzen: http://www.e-c-m.org
Schwierigkeit: Fortgeschrittene
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Einleitung
Prüfen Sie zunächst die korrekte Installation der Hardware. Öffnen Sie dazu den Gerätemanager (Start- Einstellungen - Systemsteuerung - Gerätemanager). Hier dürfen hinter dem + Zeichen nur die Rubriken angezeigt werden, nicht die Geräte, sonst stimmt etwas nicht, d.h. der Treiber ist vermutlich nicht korrekt installiert. Installieren Sie einen neuen Treiber oder löschen Sie den Eintrag: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Geräteeintrag und wählen Sie im ausklappenden Menü "Entfernen" aus. Windows versucht beim Neustarten selbst, den Treiber neu zu installieren. Installieren Sie jetzt auch die neuesten Treiber für Ihre Hardware, die Sie vorbereitet haben sollten (Treiberdaten), zur Not können Sie auch die Referenz-Treiber von Windows-Installations-CD verwenden. Beginnen Sie unbedingt mit dem Treiber für die Grafikkarte, schlägt dies fehl, müssen Sie Windows neu installieren. Die Hardware sollte jetzt sauber laufen, der Internetzugang sollte funktionieren, Ihr Standardprogramm für den Brenner sollte installiert sein und der Brenner ist sicher ansprechbar.

Bessere Performance
Testen Sie, ob es auf Ihrem System noch 16-Bit Treiber gibt, die das System ausbremsen können. Öffnen Sie dazu "Start\Einstellungen\Systemsteuerung\System" dann auf die Karteikarte "Leistungsmerkmale" klicken und hier sollten Sie den Vermerk: "Das System ist optimal konfiguriert" finden.




Konfigurieren Sie nun das Betriebssystem, in dem Sie die Ressourcen besser einteilen. In erster Linie geht es dabei um die Editierung der Speicher, das A und O des Systems (Sie können den Neustart zwischen den folgenden Schritten ablehnen):

a. Lagern Sie den Virtuellen Speicher (Swap) auf eine vorbereitete Partition (D:\) aus, durch klicken auf "Start - Systemsteuerung - System - Leistungsmerkmale - Virtueller Arbeitsspeicher". Sie setzen dadurch eine feste Adresse und Größe, was den Zugriff beschleunigt. Als Faustregel gilt: Der Swap sollte entweder etwa 3 mal so groß sein wie der RAM oder RAM und Swap sollten zusammen 512 MByte betragen. Insbesondere für die Bearbeitung von großen Grafiken/Videos darf er ruhig etwas größer sein. Vorausgesetzt Sie haben genug Platz auf der eigens definierten Partition angelegt!

b. aktivieren Sie den "DMA-Modus" für die Festplatte(n) und CD-Rom-Laufwerke durch "Start - Systemsteuerung - System - Gerätemanager - Festplatte markieren - Eigenschaften - DMA aktivieren". DMA (Direct Memory Access) bedeutet, dass Inhalte der Laufwerke unter Umgehung und damit Entlastung des Prozessors direkt in den Hauptspeicher geladen werden. Dies beschleunigt das System ebenfalls spürbar. Neue Updates installieren bereits Ultra DMA.




c. Öffnen Sie die Datei system.ini (C:\WINDOWS) und prüfen Sie, ob sich unter dem Verzeichnis [386Enh] die Zeile "ConservativeSwapFileUsage=0" findet, wenn nicht, fügen Sie diese an beliebiger Stelle ein. Ändern Sie den Wert "=0" in "=1", falls Sie über einen RAM von 64 MByte oder mehr verfügen. Der Wert "1" zwingt Windows, immer zuerst den schnellen Hauptspeicher (RAM) zu nutzen und erst in den deutlich langsameren virtuellen Speicher auszulagern, wenn der RAM (Random Access Memory = Direktzugriffsspeicher) ausgelastet ist, was einen deutlichen Gewinn an Performance bringt.

d. Windows stellt einen Teil des RAM als Pufferspeicher (Cache) zur Verfügung, insbesondere für Zugriffe auf die Festplatte (Disk Cache) und CD-Rom (CDFS-Cache), aber auch Verzeichnisse (Path Cache), Dateien (Name Cache) und Ikons (Icon Cache), damit diese schneller geladen werden können (Cache ist ein Speicher, der Informationen enthält, die wichtig und sehr schnell abrufbar sind).

1. Prüfen Sie deshalb weiter in der system.ini, ob sich ein Verzeichnis [vcache] findet, dass Windows anweist, einen Festplatten-Puffer, den Disk Cache, zur Verfügung zu stellen. Wenn nicht (es findet sich unterhalb von [drivers]) fügen Sie es ein:

[vcache]
MinFileCache=76800
MaxFileCache=153600
ChunkSize=512

Diese Werte passen für einen RAM von 256 MByte, bei anderen RAM-Werten gilt als Faustregel (der Wert für ChunkSize ändert sich nicht), dass der MaxFileCache nicht kleiner sein darf, als ein Viertel (25 %) des RAM (für 32 MByte RAM also =8192). Je größer der RAM, desto größer sollte man den Anteil wählen, bei 256 MByte mindestens 50 %, besser noch mehr (70 %). Am besten man probiert. Aber: Der freie RAM sollte nicht unter 10 % sinken, besser immer etwas darüber bleiben. Der Systemmmonitor C:\WINDOWS\sysmon zeigt den freien RAM im Betrieb an, man kann dann etwas "spielen" und den besten Wert für den MaxFileCache herausfinden. Der MinFileCache ist immer halb so groß wie der Max-Wert.

2. Ändern Sie auch den CDFS-Cache für CD-Rom-Laufwerke in "Systemsteuerung - System - Leistungsmerkmale - Dateisystem - Festplatte / CD-Rom", er ist meist viel zu groß eingestellt.




Hier werden von der CD bereits gelesene Daten abgelegt, um sie, falls sie nochmals gebraucht werden, schneller parat zu haben, das macht Ihr CD-ROM aber eher langsamer. Das nützt nur dann etwas, wenn Sie von der CD arbeiten (also spielen) ; in diesem Falle empfiehlt sich aber ohnehin die Einrichtung eines virtuellen CD-Roms auf der Festplatte, das verbessert die Leistung (Zugriff) deutlich. Aber Achtung: Ein Brenner braucht diesen Cache (Bufferunderrun!).

3. Daneben gibt es weitere (nicht so wichtige) Pufferspeicher. Deren Einstellung sollten Sie speziellen Tools überlassen, das geht einfacher. Wählen Sie aber, wenn Sie keinen Cachemanager benutzen wollen, im Gerätemanager unter Dateisystem und Festplatte die dort gezeigten Einstellungen, es werden mehr Dateien und Verzeichnisse gecacht.

e. Die Größe des RAM selbst können Sie nur verändern, wenn Sie Erweiterungsbausteine erwerben, RAM ist Hardware. Aber die Belegung des RAM können Sie beeinflussen, und das bringt viel. Sie haben oben Windows angewiesen, immer zuerst den RAM zu benutzen, dies ist auch richtig so. Leider "vergisst" Windows aber laufend, Hauptspeicher wieder freizugeben und nicht mehr benötigte Programme zu entfernen. Dies müssen Sie selbst erledigen, also von einem RAM-Manager erledigen lassen (Tools), der den RAM laufend überwacht und sofort Speicher frei gibt, wenn die Belegung des RAM einen kritischen Wert unterschreitet. Dies erlaubt ein ungetrübtes Arbeiten. Nützlich ist es auch, den RAM zu defragmentieren, das bringt nicht nur Zugriffsgeschwindigkeit, sondern auch mehr freien Platz, Tools übernehmen das, Defrag von Windows kann nur die Festplatte defragmentieren.

f. Falls Sie noch mit DOS-Programmen arbeiten, müssen autoexec.bat und config.sys bearbeitet werden, dies gilt auch für Windows 95. Das DOS (Disk Operating System = Betriebssystem) von Microsoft (MS-DOS) benutzt einen sog. Konventionellen Speicher des PC und belegt hier 640 kByte und kann - mit besonderen Anweisungen - maximal 1 MByte verwalten; den Teil oberhalb 640 kByte bis 1 MByte bezeichnet man als hohen Speicher (Upper Memory Area, UMB). DOS braucht deshalb in der config.sys eine Zeile: DOS=UMB,HIGH. Die Anweisung, diesen so bereitgestellten Speicher auch zu nutzen, erfolgt in der autoexec.bat durch Voranstellen von "lh [load high]" (z.B. lh mouse) und in der config.sys durch Anhängen von "high" (z.B. devicehigh). Diese 360 kByte DOS-Speicher können Sie auch in Windows (9x) selbst aktivieren, indem Sie in der "system.ini" unter [386Enh] eine Zeile "LocalLoadHigh=1" einfügen. Zusätzlich kann man DOS auch einen virtuellen RAM zur Verfügung stellen, man meldet ein RAMDRIVE an. Sie können auch die Musterkonfiguration für autoexec.bat und config.sys übernehmen. Wenn Sie unter DOS eine Maus brauchen, muss sie mit dem richtigen Pfad angemeldet werden und auch der Mausaufruf muss korrekt sein (sonst löschen Sie den Eintrag: lh mouse). Das gleiche gilt ggf. auch für das CD-Rom - einfach Ihren DOS-Treiber installieren (Wenn Sie Ihn nicht finden: http://www.treiber.de).

g. Prüfen Sie ruhig auch die Datei MSDOS.sys, die bei der Installation von Windows angelegt wurde und die sich im Root befindet. Hier können einige interessante Einstellungen, insbesondere für Testzwecke oder wenn Sie noch parallel mit DOS als Betriebssystem arbeiten, vorgenommen werden; Sie sollten diese Datei wenigstens kennen, vielleicht brauchen Sie sie später (sie ist aber mit den Attributen "Versteckt", "System" und "Schreibgeschützt" versehen, so dass sie erst nach Korrektur der Attribute sichtbar wird).

Abschluss
Booten Sie jetzt neu und testen Sie, ob alles ordnungsgemäß funktioniert. Defragmentieren Sie jetzt auch und installieren Sie dann die Betriebssystem-Essentials, also ein Update des Systems.



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