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PGP - leicht verständlich

Eine Kurzeinführung in PGP und dessen Nutzung.


Autor: Christian Trojer (ITTECS)
Datum: 25-10-2002, 21:52:45
Referenzen: http://www.pgpi.org
Schwierigkeit: Anfänger
Ansichten: 7805x
Rating: 7 (3x bewertet)

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Was bedeutet PGP?

PGP ist eine englische Abkürzung und steht für „Pretty Good Privacy“ was soviel wie „Wirklich gute Vertraulichkeit“ heißt. PGP soll eine wirklich gute Verschlüsselung von wichtigen Daten also gewährleisten.

Wie funktioniert PGP?

PGP funktioniert nach dem Public/Private-Key-Verfahren. Jeder User, der daran teilnimmt muss ein Key-Paar besitzen: einen Public- und einen Private-Key. Wie die Namen schon andeuten wird die Vertraulichkeit der beiden Keys unterschiedlich gehandhabt. Im Gegensatz zum Public-Key (er muss allen Personen, die mit dem User vertrauliche Daten senden wollen bekannt sein) ist der Private-Key ein strenggehütetes Geheimnis, das nur dem Besitzer selbst bekannt sein soll.
Ein User, der vertrauliche Daten verschlüsseln will, muss nun 2 Dinge kennen: Den Empfänger der vertraulichen Daten (das kann im Falle einer Datei- bzw. Volume-Verschlüsselung der User selbst sein) bzw. dessen Public-Key. Mit diesem Schlüssel werden nun die vertraulichen Daten verschlüsselt und das Ergebnis (wirre aufeinander folgende Zeichen-Kombinationen) wird an den Empfänger geschickt. Damit ist auch die Funktionalität des Public-Key klar: er dient ausschließlich zur Verschlüsselung.
Dieser wirre Text kommt nun beim Empfänger an, wo er mit dessen Private-Key entschlüsselt werden kann und damit wieder les- bzw. verwendbar gemacht wird. Damit ist auch die Funktion des Private-Key klar: er dient ausschließlich zur Entschlüsselung von Daten, die vorher mit dem dazugehörenden Public-Key verschlüsselt wurden (siehe Beginn: es wird immer ein Key-Paar vorausgesetzt).

Wo kann ich PGP verwenden?

PGP ist praktisch für alle Betriebsysteme (sogar Amiga, Atari,…) verfügbar, hauptsächlich natürlich für die Windows-Welt. Nach dem defacto-Stillstand der Entwicklung im letzten Jahr wurde nun mit der „Wieder-Unabhängigkeit“ von PGP auch die Weiterentwicklung vorangetrieben. Derzeit ist die Version 8.0 im Beta-Stadium, es wird nun endlich auch die vollständige XP-Unterstützung gewährleistet.

Ist PGP einfach zu bedienen?

Ausgenommen von der Kommandozeilen-Version (die absolut noch ihre Berechtigung hat), sind alle Aktionen (verschlüsseln und entschlüsseln von Mails, Dateien, Datenverkehr, ICQ-Messages,…) mittels rechter Maustaste oder Menüpunkten in den benutzten Programmen anzuspechen.
Um den Artikel nicht endlos in die Länge zu ziehen, sind hier die wichtigsten Aktionen mittels Screenshots dokumentiert:

Neues Key-Paar mittels Programm PGPkeys erstellen:
Achtung: die darin verlangte Passwort-Phrase gut merken, ansonsten kann dieser Key nie mehr verändert, gelöscht oder zum entschlüsseln herangezogen werden!



eMail verschlüsseln bzw. signieren:
Im Beispiel von Outlook absolut einfach zum Verschlüsseln muss der Public-Key des Empfängers bekannt bzw. gespeichert sein, zum Signieren muss man seine eigene Pass-Phrase wissen. Bei einer vom Absender signierten Nachricht kann vom Empfänger überprüft werden, ob die Nachricht wirklich vom genannten Absender kommt (Verifizierung).



eMail entschlüsseln:
Ebenso einfach:



eine Datei verschlüsseln, entschlüsseln und/oder signieren:
jetzt geht es aber nicht mehr einfacher! Einfach rechte Maustaste und im Menüpunkt PGP die gewünschte Aktion wählen:



Woher bekomme ich PGP und was kostet es?

PGP ist für die Privatnutzung Freeware, für kommerzielle Nutzung gibt es Lizenzen in verschiedenen Ausprägungen zu kaufen.
Die aktuellsten Versionen und Dokumentationen (auch in verschiedenen Sprachen verfügbar) gibt es unter http://www.pgpi.org


red
Junior-Member
Beitrag vom:
13-11-2003, 12:34:56

Keyserver

... vielleicht solltest dazu sagen das die Public Keys auch über sog. KeyServer erreichbar sind

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