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500 Millionen Spam-Mails pro Woche!

Unerwünschte Massenmails haben Hochkonjunktur im Netz.


Autor: Thomas Schwabl (marketagent)
Datum: 10-01-2003, 13:22:55
Referenzen: marketagent.com
Schwierigkeit: none
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Rating: 6 (2x bewertet)

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Traurige Wahrheit
Lediglich knapp sieben Prozent der web-aktiven Bevölkerung finden nach eigenen Angaben keine unerwünschten Massen-eMails in ihrer virtuellen Post. Ein juristisches Nachspiel ist trotz gesetzlichem Verbot selten. Nicht einmal ein Prozent der deutsch-sprachigen Internet-Nutzer reagieren mit rechtlichen Schritten gegen die Absender. Erotik und Pornographie sind mit 72 Prozent Themenführer.

500 Millionen Spam-Mails überschwemmen Woche für Woche die elektronischen Postkästen der deutschsprachigen Web-Community. Eine im November und Dezember 2002 durchgeführte repräsentative Online-Umfrage von marketagent.com (www.marketagent.com) hat ergeben, dass ein durchschnittlicher Internet-Nutzer täglich rund zwei unaufgeforderte Massen-Werbemails erhält. Interviewt wurden hierzu 7.705 web-aktive Personen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz.

500 Millionen Spam-Mails pro Woche
Rund ein Drittel der Umfrage-Teilnehmer erhält im Schnitt zwischen einem und fünf Spam-eMails pro Woche. 19,3 Prozent zwischen sechs und zehn und 14,5 Prozent maximal 20 unerwünschte Massen-Mails. Bei jedem vierten Internet-Nutzer liegt die Anzahl jenseits der 20 eMails. Nur knapp sieben Prozent der web-aktiven Bevölkerung bleiben von dieser virtuellen Plage verschont.

Wo kein Kläger, da kein Richter
Sieben von zehn Probanden aus dem marketagent.com Online Panel löschen Spam-eMails ohne diese vorher zu lesen. Die Werbebotschaften gehen folglich in knapp drei Viertel der Fälle ins Leere und verfehlen somit ihre "zwangsbeglückten" Empfänger. Immerhin rund 23 Prozent lesen jedoch die Mail-Zusendungen bevor diese in den virtuellen Papierkorb wandern. Pro-aktive Reaktionen auf unerwünschte elektronische Massenaussendungen sind eher die Minderheit. So blockieren 22 Prozent den Absender für spätere Zusendungen, 12 Prozent fordern die Löschung der Daten ohne weiterführende Begründung und nur rund 2 Prozent bekunden ihre Empörung gegenüber dem Aussender. Die Einleitung juristischer Schritte kommt gerade einmal für 0,9 Prozent der befragten Internet-Nutzer in Frage.

Störfaktor Spamming
Rund 71 Prozent der deutsch-sprachigen Web-Community bezeichnen eMail-Spamming zumindest als eher störend. Nur 12 von 100 Umfrage-Teilnehmern fühlen sich durch unaufgeforderte Massenaussendungen im Internet eher wenig bzw. überhaupt nicht gestört. 17 Prozent können hingegen keine eindeutige Position beziehen und verhalten sich neutral bei dieser Fragestellung.

Gegenstrategien sind Mangelware
Ein wirksamer Schutz gegen Spamming ist für drei Viertel der befragten User nicht möglich. Interessant in diesem Zusammenhang ist der Geschlechterkampf, erläutert Thomas Schwabl, Geschäftsführer von marketagent.com. Während 27 Prozent der Männer an effiziente Strategien gegen nicht persönlich adressierte Massen-eMails glauben, sind es bei den weiblichen Respondenten lediglich knapp 19 Prozent.

Erotik und Pornographie sind Themenführer
72 Prozent der Interview-Partner haben bereits Spam-eMails aus dem Bereich "Erotik & Pornographie" erhalten. Somit liegt das Thema "Sex" mit deutlichem Abstand auf dem ersten Platz der Spamming-Hitparade. Auf den weiteren Rängen findet man diverse Online-Shopping-Angebote (60,3 %), Flirt-Mails und Partnersuche (51,2 %) sowie Kreditvermittlung und -beratung (44,2 %). Aus- und Weiterbildung inklusive Universitäts-Diplome (19,1 %) sowie Medikamente und Nahrungsergänzungen (16,5 %) bilden das Schlusslicht der bevorzugtesten Spamming-Themengebiete.

Wr. Neudorf, Jänner 2003

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Weiterführende Informationen zum Thema:

Exkurs: Was ist Spam?
Unter der Markenbezeichnung "Spam" (Spiced Pork And haM) wird im angelsächsischen Raum gepökeltes und gepresstes Frühstücksfleisch in Dosen von der Firma "Hormel Foods Coop." verkauft. Im Internet hat sich Spam dagegen als umgangssprachlicher Begriff für unerwünschte, meistens kommerzielle Massen-eMails eingebürgert. Im Hintergrund steht ein Sketch der englischen Komikergruppe Monty Python, in dem das besagte Dosenfleisch eine tragende Rolle spielt. Als Spam oder Spamming bezeichnet man im Internet daher den ungeliebten Massenversand von Werbe- oder Rundsendungen als persönliche eMails, Artikel in Newsgroups, die nichts mit dem Thema der Gruppe zu tun haben bzw. Artikel, die an mehrere Newsgroups gleichzeitig versendet werden. Nach Definition der Europäischen Gemeinschaften versteht man unter Spam unverlangt zugestellte eMails.

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dreamer
Expert
Beitrag vom:
14-09-2007, 21:39:25

Und leider ist keine Verbesserung in Sicht.

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