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Home - Betriebssysteme - Vmware - Dual-Booting leicht gemacht



Vmware - Dual-Booting leicht gemacht

Jeder der ein Dual-Booting-System sein eigenen nennt weiß, wie unangenehm es ist zwischen den System hin- und herzuwechseln. Jedesmal muss der Rechner neu gestartet werden. Aber es gibt eine Alternative: VMWARE. Hier eine Step-by-Step-Anleitung und eine Übersicht.


Autor: Martin Puaschitz (onestone)
Datum: 25-01-2003, 11:20:00
Referenzen: http://www.vmware.com
Schwierigkeit: Fortgeschrittene
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Rating: 8.6 (5x bewertet)

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Einleitung
Wer die Vorteile von mehreren unterschiedlichen Betriebssystemen nutzen möchte und vor allem oft zwischen den einzelnen System wechselt kennt das Problem ständig hin- und herzubooten. Genau hier setzt Vwmare (http://www.vmware.com) an. Diese Software gibt dem User die Möglichkeit während des laufenden Betriebes von Betriebssysetm A das Betriebssystem B in einem eigenen Fenster zu starten.

Download
Vmware bietet einen 30-Tage-Test-Version zum freien Download. Die Download-Section ist unter http://www.vmware.com/download/ erreichbar. Alternativ gibt es in diversen File-Sharing-Netzwerken die entsprechenden Vollversionen (hab ich mir zumindest sagen lassen).

Installation
Sobald das Installationsfile heruntergeladen wurde, mit Doppelklick starten und folgende Installationsroutine startet:


"Next" klicken.


"Next" klicken.


"Next" klicken.


"Yes" klicken.


"Next" klicken. Hier könnte mit "Browse" das Zielverzeichnis abgeändert werden. Der Default-Wert ist aber grundsätzlich in Ordnung.


"Next" klicken. Hier kann durch Eingeben des Verzeichnis-Namens eine Alternative zu "VMware" angegeben werden, Geschmackssache würde ich sagen.


Nun läuft die Installationsroutine. Mit "Cancel" könnte abgebrochen werden.


Wenn Autorun (CD wird beim einlegen automatisch gestartet) für CD-Roms aktiviert ist, fragt VMware nach ob dies deaktiviert werden darf da es VMware eventuell stören könnte. Diese Option kann später manuell wieder abgeändert werden, sprich, man kann hier ruhig mit "Ja" antworten.


Fenster wie diese werden gestartet, dies ist normal. Hier werden einige Dienste außerhalb der Installationsroutine gestartet.


Unter Windows XP fragt das System nach ob die Installation fortgesetzt werden darf. Grundsätzlich ist bei dieser Art von Fehlermeldungen unter XP Vorsicht geboten (zb. bei der Installation von PGP 7.0.3), aber bei VMware kann auch ohne Probleme bestätigt werden. Für den Fall, dass etwas geschieht, sollte automatisch ein Systemwiederherstellungspunkt (Start-Programme-Zubehör-Systemprogramme-Systemwiederherstellung) erstellt werden. Somit kann die Installation rückgängig gemacht werden.


VMware sucht nun nach bereits vorhandenen Virtuellen Festplatten. Dies kann grundsätzlich mit "No" unterbunden werden da wie VMware ja das erste Mal installieren.


Geschmackssache. Ich würde grundsätzlich mal "Ja" sagen.


Nun ist es notwendig den Computer neu zu starten. Speichern Sie alles und klicken Sie dann auf "Finish" (Mit ALT+Tabulator können Sie zu anderen laufenden Applikationen wechseln um dort zu speichern).

Das Programm


Nach dem Neustart liegt obiges Icon auf dem Desktop bereit. Nun kann VMware Workstation mit Doppelklick gestartet werden. Das heruntergeladene Installationsfile kann übrigends bei Bedarf gelöscht werden.


Die Oberfläche von VMware - um alles zu aktivieren sollte eine gültige Seriennummer eingegeben werden.


Hier habe ich meine Seriennummer eingegeben.


Nach der Eingabe der Seriennummer erscheint folgendes Fenster, ich plädiere auf "Register later".


Nun möchten wir eine Virtuelle Konsole einrichten. Dies geht unter "File" - "New" - "New Virtual Machine".


Nun können wir verschiene Typen wählen. Die erste Option "Typical" erstellt (wie der Name schon sagt) eine typische virtuelle Konsole. Dies sollte für den Anfang reichen und nun auch verwendet werden. "Custom" bietet die Möglichkeit einige Feineinstellungen zu erstellen, z.B. welche Festplatte verwendet werden soll und wie VMware auf die einzelnen Partitionnen zugreifen darf. "VMware Guest OS Kit" bietet die Möglichkeit, fertige Installationsskripts zu verwenden. Hier werden die Informationen aus einer externen Datei gelesen und anhand dessen die virtuelle Konsole erstellt. Wie gesagt, wir verwenden "Typical".
"Next" klicken.


Nun können wir das Betriebssystem wählen, in diesem Fall habe ich parallel Linux RedHat installiert, daher aktiviere ich auch in diesem Auswahlmenü "Linux". Alternativ kann man aber analog zum Beispiel "Windows 95" verwenden wenn das zweite System auf der Festplatte eben Windows 95 ist.
"Next" klicken.



Nun kann der Virtuellen Maschine ein Name gegeben werden sowie die Speichermöglichkeit. Gespeichert müssen die Einstellungen werden, daher wird ein Pfad sowie ein Dateiname benötigt. Wir können in beiden Fällen die Standardwerte nehmen.
"Next" klicken.


Nun geht es darum, wie die virtuelle Konsole an das Internet bzw. Netzwerk angebunden werden soll. "Use bridged networking" erstellt eine Bridge (eine Brücke) zwischen dem virtuellen System und dem tatsächlich gestarteten. Daher können nun alle Verbindungen die das originale Betriebssystem (das momentan gestartete) verwendet auch in der virtuellen Konsole verwendet werden. "Use network address translation" ermöglich Grundsätzlich dieselbe Funktion, nur auf eine andere Art. Hier werden die Datenpackete entsprechend gesendet, damit das gestartete Betriebssystem diese Packete weiterleitet bzw. empfangene Packete für das virtuelle Betriebssystem an dieses weitergibt. "Use host-only networking" bietet die Möglichkeit die virtuelle Workstation selbständig an ein Netzwerk anzubinden (oder Internet/DSL/etc.). Der Abschluss ist "Do not use a network connection" - hier gibt es keine Datentransfers nach außen.
"Finish" klicken.


Nun kehren wieder in die Progammoberfläche zurück da wir nun unsere virtuelle Workstation eingerichtet haben. Nun kann diese mit einem Klick auf "Power on" gestartet werden.

Die Anwendung
Grundsätzlich kann man in der Konsole nur Tastatur- oder Mauseingaben tätigen, wenn man vorher in die Konsole geklickt hat. Nun gelten alle Befehle der Konsole und nicht mehr dem gestartetem Betriebssystem. Möchte man die Konsole verlassen und wieder im herkömmlichen System arbeiten müssen die Tasten "STRG + ALT" gleichzeitig gedrückt werden.


Wie bei jedem regulären Betriebssystem wird ein BIOS gestartet, dass die entsprechenden Routinen bei einem Systemstart durchführt. Es werden RAM, Festplatte und weitere Laufwerke erkannt.


Da ich gerade RedHat Linux installiert habe, verwende ich beim Booten einen Bootmanager der es mir ermöglicht zwischen zwei Betriebssystemen zu wählen. Dies kann ich natürlich auch in der virtuellen Maschine. Ich wähle Linux (auch wenn hier jetzt Windows XP ausgewählt ist).


Linux startet. Das war es auch schon grundsätzlich. Ich erhalte - wie ansonsten auch - meine Log-In-Möglichkeit und kann dann mein Linux-System vollständig administrieren.

Verschiedene Möglichkeiten
Abschließend möchte ich kurz noch aufzeigen, dass es natürlich ohne Probleme möglich ist, z.B. in Windows 2000 über VMware Windows XP zu starten (und umgekehrt).


Wer grundsätzlich lieber Linux als Windows verwendet aber manche Programme dennoch unter Windows betreiben möchte/muss kann VMware natürlich auch unter Linux installieren und quasi den gesamten, hier beschriebenen, Prozess umgekehrt starten. Nun wird unter Linux bzw. im X-Windows (so nennt sich die grafische Oberfläche von Linux) Windows gestartet und kann vollständig betrieben werden. Eine interessante Mischung zumal ja durchwegs schon bekannt ist, wie stabil Linux läuft. So hat man eine gute Basis und kann Windows in einem Fenster ausführen. Und wenn man genug hat, schließt man einfach nur ein Fenster.


Floyd
Senior Member
Beitrag vom:
04-06-2003, 11:48:26

Ich würde unbedingt noch erwähnen das VMWare nicht unbedingt mit den neusten Betreibssystemen auskommt. Es ist schon heufig vorgekommen das vorallem bei Linux die neuste Version nur grafisch verfälscht angezeigt werden kann.

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Tipp- und Rechtschreibfehler sind absichtlich eingebaut und dienen der Belustigung des Lesers! http://blog.freakfabrik.net


maba
Rookie
Beitrag vom:
08-04-2003, 11:27:02

Virtual machine oder Dual Boot

VMware stellt eine sogenannte "Virtual Machine" innerhalb eines anderen Betriebssystems bereit. Das heißt, es wird ein Teil des Arbeitsspeichers und ein Teil der CPU-Zeit für eine sogenannte "Virtual Machine" abgezweigt. Mit VMware laufen 2 unterschiedliche Betriebssysteme parallel (pseudo-parallel, da die CPU-Zeit pro Betriebssystem natürlich nacheinander verwendet wird). Daher sollte man beachten, daß diese Kombination entsprechend hohe Ansprüche an die Rechnerleistung stellt. Das Betriebssystem, das innerhalb der "Virtual Machine" läuft, ist langsamer als eines das allein läuft. Auf schwächeren Systemen empfiehlt sich eher ein klassisches Dual-Boot Verfahren mit einem Boot-Manager.

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CaptMikeDalon
Rookie
Beitrag vom:
07-03-2003, 09:14:22

XFree86 und VMWare

der artikel ist wirklich gut geschrieben und ein brauchbare einleitung, allerdings sollte man bei der installation von den einzelnen os auf die besonderheiten der installation hinweisen, wie z.b. bei suse, debian und lindows, bei denen der xfree86 nicht verwendet werden kann um den gnome oder kde zu starten sondern ein vmware packed zu installiert werden hat

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Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten!


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