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Sicherheit im Internet muss nicht teuer sein

Auch der Privatanwender kann sich relativ einfach vor digitalen Schädlingen schützen, viele Tools sind heute kostenlos verfügbar.


Autor: Thomas Ackermann (Tack-Design.com)
Datum: 29-01-2003, 23:59:01
Referenzen: http://www.tack-design.com
Schwierigkeit: Anfänger
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Rating: 5.6 (5x bewertet)

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Einleitung
Indem Sie Ihren Computer an eine Internetleitung anschliessen, öffnen Sie Angreifern Tür und Tor. Ihr Computer wird zu einem öffentlichen Tummelplatz für Hacker, Spionageprogramme finden ein Übermass an interessanten Informationen und Viren vermehren sich bestens auf Ihrer Festplatte.
Dies ist sehr wohl ein Worst-Case-Szenario, doch ist das Risiko seines Eintreffens recht hoch. Meiner Meinung nach zu hoch, um nicht den Aufwand auf sich zu nehmen, dieses zu verhindern. Zumal dies relativ einfach und zum Teil auch kostenlos ist.

1. Die Firewall
„Firewall“ bedeutet übersetzt Feuer- (Schutz-) Wand. Man kann sich die Firewall als eine Art Filter vorstellen, welche den Datenverkehr zwischen dem Rechner, auf dem sie installiert ist, und dem Internet kontrolliert. Idealerweise prüft sie sowohl den eingehenden wie auch den ausgehenden Verkehr.

Wenn eine gute Firewall richtig installiert und konfiguriert wurde, bietet sie einen zuverlässigen Schutz vor verschiedensten Unannehmlichkeiten, so unterbindet sie zum Beispiel den Datenfluss zwischen Trojanern sowie Spyware und den Empfängern. Ebenso werden Hacker-Attacken und ungewollte Dialer-Einwahlen blockiert.

Obwohl eine Firewall mitunter eine relativ lange Einarbeitungszeit benötigt, ist sie das erste Instrument, welches Sie zur Absicherung Ihres Systems einsetzen sollten. Gerade weil einige Hersteller ihre Firewalls (für Private) kostenlos anbieten, sollte niemand darauf verzichten.

Empfehlung: Zonealarm von Zonelabs Kostenlos für Privatanwendung

2. Der Virenscanner
Ein Virenscanner ist ebenfalls unbedingt erforderlich. Er durchsucht die Festplatte und meist auch Bootsektoren nach Viren aller Art. Bei der Wahl eines Virenscanners ist darauf zu achten, dass er neben Dateien auch die Bootsektoren scannt und das regelmässig Updates zur Verfügung stehen. Denn nichts ist gefährlicher als ein veralteter Virenscanner, der einen in trügerischer Sicherheit wiegt. Es sind heutzutage mehr als 60 000 Viren, Würmer und Co. unterwegs, und täglich kommen Hunderte dazu.

Virenscanner laufen meist im Hintergrund mit und sind nach der Installation sehr einfach zu handhaben. Lassen Sie regelmässig Gesamtprüfungen durchführen und scannen Sie jede Datei, die von aussen auf Ihre Festplatte kommt.

Auch Virenscanner gibt es für die Privatanwendung kostenlos zu haben, jedoch sollte man darauf achten, dass sie auch etwas Wert ist. Und vergessen Sie die Updates nicht!

Empfehlung:Antivir Kostenlos für Privatanwendung

3. Anti-Spyware
Grundsätzlich ist Spyware nicht gefährlich, höchstens nervend und moralisch sehr fragwürdig. Ausserdem ist sie äußerst hartnäckig und kaum mehr von der Festplatte zu entfernen, wenn sie einmal installiert wurde. Selbst wenn man infizierte Programme deinstalliert, bleiben einige DLL-Dateien oder kleine Programme erhalten und spionieren munter weiter.

Um Spyware loszuwerden, muss man ihr mit einem speziellen Spyware-Scanner zu Leibe rücken. Diese sind noch nicht sehr weit verbreitet, befinden sich aber auf dem Vormarsch. Solche Scanner arbeiten ähnlich wie Virenscanner und sind entsprechend einfach anzuwenden. Auch die sind zum Teil kostenlos erhältlich und auch hier sollte man auf regelmässige Updates achten.

Empfehlung: Ad-Aware von Lavasoft

4. Weitere
Neben den oben genannten existieren noch einige mehr oder weniger sinnvolle Vorsichtsmassnahmen.
  • Für Dialer kann man sich bei den meisten Telefonanbietern sperren lassen.
  • E-Mails lassen sich mit Hilfe von diversen Verschlüsselungsprogrammen codiert verschicken
  • Sog. Auto-Updater, welche Informationen an ihre Hersteller senden, lassen sich deaktivieren
  • Wer sich beobachtet fühlt, sperrt in seinem Browser alle Cookies, deaktiviert Javascript, ActiveX und Co. und sogar die Grafikanzeige (und verpasst dann halt das meiste)
Schlussbemerkungen:
Wie man sieht, lässt sich ein Computer relativ einfach zu einer elektronischen Festung ausbauen, jedoch sollte man sich – vor allem als Privat-Anwender – über den Sinn und Nutzen im Klaren sein. Denn mal ganz ehrlich: Wer interessiert sich schon gross für den Inhalt einer privaten Festplatte? Ein gesundes Mass an Vorsichtsmassnahmen ist sicher notwendig, jedoch sollte man sich in Acht nehmen, dass das Ganze nicht in Verfolgungswahn gipfelt.

Weitere Informationen finden Sie auf meiner Website Tack-Design.com.

Dieser Artikel wurde ursprünglich veröffentlicht auf http://www.tack-design.com.
Vorschläge und Kritik sind jederzeit willkommen. Besuchen Sie meine Webseite Tack-Design.com oder schreiben Sie an ebooks@tack-design.cjb.net


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