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Arbeiten mit dem API-Viewer

Der API-Viewer ist ein wichtiges Werkzeug für Visual Basic-Programmierer. In diesem Artikel werden zwei bekannte Viewer verglichen und der Umgang mit ihnen gezeigt.


Autor: Tobias Surmann (incsoft)
Datum: 06-04-2003, 17:03:35
Referenzen: keine
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Einleitung

Der API-Viewer ist ein wichtiges Werkzeug für Visual Basic-Programmierer. Kein Mensch kann alle Funktionen des Win32-API auswendig kennen, daher gibt es dieses kleine, aber sinnvolle Add-In, mit welchem man ganz einfach auf alle Deklarationen von Funktionen und Prozeduren zugreifen und sie schnell und unkompliziert in seine eigenen Programme einfügen kann. Dies gilt nicht nur für die Deklarationen von Funktionen und Prozeduren, es werden sogar alle Typen und Konstanten von diesem Programm aufgelistet.

In diesem Artikel werden ich auf zwei verschiedene API-Viewer eingehen. Zuerst werde ich den mit Visual Basic mitgelieferten API-Viewer von Microsoft vorstellen. Danach werde ich Ihnen einen weiteren API-Viewer von Christoph von Wittich zeigen, den ApiViewer 2002, der regelmäßig aktualisiert wird und welcher dem Programmierer einige zusätzliche Funktionen bietet.

Microsoft API-Viewer

Der ab der Professional Edition von Visual Basic mitgelieferte API-Viewer kann über das Add-In Menü der Entwicklungsumgebung hinzugefügt werden, falls dies noch nicht geschehen ist. Führen Sie folgende Schritte durch, um den API-Viewer bei jedem Start von Visual Basic automatisch zu laden, damit Sie sofort damit arbeiten können.
  1. Klicken Sie in der Hauptmenüleiste auf Add-Ins und dann auf Add-In Manager… .
  2. Suchen Sie in der Liste nach dem Eintrag VB 6 API Viewer und aktivieren Sie die beiden Kästchen Beim Start laden und Laden/Entladen, wie es auf dem Bild zu sehen ist. Klicken Sie dann auf OK und das Add-In wird geladen.


Um nun den API-Viewer aufzurufen, klicken Sie wieder in der Hauptmenüleiste auf Add-Ins. Sie werden nun sehen, dass ein neues Untermenü mit Namen API-Viewer hinzugefügt wurde.



Klicken Sie auf diesen Menüpunkt, um den API-Viewer zu laden. Sie erhalten nun folgende Ansicht:



So können Sie allerdings noch nicht mit dem Programm arbeiten, da Sie zunächst noch eine mitgelieferte Textdatei öffnen müssen, in der die Deklarationen gespeichert sind. Klicken Sie dazu auf Datei | Textdatei laden… und wählen Sie die Datei WIN32API.txt aus. Falls Sie die Datei nicht sofort finden, sehen Sie unter dem Pfad C:\Programme\Microsoft Visual Studio\Common\Tools\Winapi nach. Standardmäßig ist die Datei dort gespeichert. Das Laden kann einen Moment dauern, danach bietet sich uns folgendes Bild.



In der Liste können Sie die API-Funktion auswählen, zu der Sie die Deklaration benötigen. Zusätzlich ist über der Liste noch ein Textfeld angeordnet, in das Sie die gesuchte API-Funktion eintragen können. Während des Schreibens passt sich die Liste daran an. Haben Sie die benötigte Funktion gefunden, so können Sie diese zum Kopieren auswählen. Dazu wählen Sie, ob die Funktion öffentlich oder privat deklariert werden soll (Public oder Private) und klicken auf Hinzufügen. Die Deklaration wird nun im unteren Textfeld komplett angezeigt. Fügen Sie wie oben beschrieben weitere Funktionen hinzu. Über die Dropdown-Auswahl oben können Sie auswählen, ob Sie nach Konstanten, Typen oder Funktionsdeklarationen suchen.



Um die Deklarationen nun in das aktuelle Projekt einzufügen, klicken Sie auf Einfügen. Möchten Sie die Deklarationen zu einem anderen Zweck verwenden oder in einem anderen als dem vorgeschlagenen Modul einsetzen, klicken Sie auf Kopieren, damit diese in die Zwischenablage kopiert werden.

APIViewer 2002

Dieser API-Viewer ist Freeware, das heißt, dass auch solchen Programmierern, die "nur" die Standard Edition von Visual Basic besitzen ein solch hilfreiches Tool zur Verfügung steht. Für alle, die die Professional Edition oder höher besitzen, ist es dennoch sehr sinnvoll einen Blick auf den APIViewer 2002 von Christoph von Wittich zu werfen. Das Programm kann von der Seite http://www.activevb.de/rubriken/apiviewer/index-apiviewer.html heruntergeladen werden (1.2 MB). Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Systemanforderungen und Problemlösungen (FAQ).

Die Textdatei, in der die Deklarationen für das Win32-API enthalten sind, sind beim Microsoft Programm völlig veraltet. Der APIViewer 2002 stellt ihnen eine Datenbank mit über 6.500 Funktionen und 55.000 Konstanten zur Verfügung (MS: 1.500 Funktionen und 5.000 Konstanten). Der neue APIViewer wurde geschrieben, da das Programm von Microsoft nicht mit einer solch großen Anzahl von Deklarationen umgehen kann.

Deshalb wurden auch gleich ein paar sehr nützliche Features eingebaut. Hier erstmal ein Überblick über die Bedienoberfläche:



Zuerst muss auch hier wieder die Deklarationsdatei über das Datei-Menü geladen werden. Dieser Vorgang lässt sich aber unter Optionen automatisieren. So haben Sie die Möglichkeit, auf der Registerkarte Programmstart eine Datenbank anzugeben, die beim Start des API-Viewers geladen wird.

Die Liste mit den Deklarationen kennen wir bereits von Microsofts API-Viewer. Oberhalb dieser befinden sich aber nun zwei Dropdownsteuerelemente zur Auswahl. Das zweite wird allerdings nur benutzt, wenn man nach Deklarationen sucht. Dann kann man nämlich hier noch mit der zweiten Auswahl entscheiden, dass nur Funktionen, nur Prozeduren oder beides angezeigt wird. Das Textfeld zur Suche, welches sich unterhalb der Liste befindet kennen wir bereits.

Im unteren Teil des Fensters sehen Sie eine Vorschau. Doppelklicken Sie auf einen Eintrag und er wird der Liste auf der rechten Seite hinzugefügt. Um die ausgewählten Deklarationen, Typen und Konstanten in die Zwischenablage zu befördern, müssen Sie auf das Kopieren-Icon klicken. Ein weiteres sinnvolles Feature des APIViewers 2002 ist die Formatierung der einzufügenden Deklarationen. Unter Optionen können Sie auf der Registerkarte Format z.B. festlegen, ob die einzelnen Parameter bei Deklarationen auf mehrere Zeilen verteilt werden sollen, was der Übersichtlichkeit des Quellcodes zugute kommt.



Schließlich gibt es noch ein weiteres Feature, welches den APIViewer 2002 von seinem Konkurrenten abhebt. Zu einzelnen API-Funktionen gibt es unter dem Menüpunkt Extras | Erweiterte Informationen nützliche Hinweise zum Zweck und den Parametern einer Funktion. Ebenso werden die von der Funktion unterstützten Betriebssystem angezeigt (Registerkarte Infos).



Zusammenfassung

Sollten Sie viel mit dem Win32-API arbeiten, so sollten Sie den APIViewer 2002 von Christoph von Wittich benutzen, da dieser
  • aktuelle Deklarationen, Typen und Funktionen
  • viele zusätzliche Features und Optionen
  • Informationen zu einzelnen Deklarationen
zur Verfügung stellt.


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