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Booten wie der Teufel

So machen sie Win 95/98/ME/2000/XP Beine!


Autor: Peter Schmitz (dav133)
Datum: 14-04-2003, 22:02:21
Referenzen: keine
Schwierigkeit: Anfänger
Ansichten: 11027x
Rating: 7.5 (10x bewertet)

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Beschleunigen des Boot-Vorgangs

Können Sie nach dem Anschalten des PC's erst mal einen Kaffee trinken und in der Zeitung lesen? Das mag ja gelegentlich noch angenehm sein, wenn Sie es jedoch eilig haben und 3 Minuten warten müssen, bis der PC "aufnahmefähig" ist, werden Sie sicher folgende Tipps für den Win 95/98/ME/2000/XP-Alltag interesSieren:

Boottipp Nummer 1 (95,98,ME)
  • Entfernen Sie den Schreibschutz der msdos.sys und öffnen Sie diese daraufhin mit dem Texteditor Notepad.
  • Im Abschnitt [Options] fügen Sie die Zeile Logo=0 ein. Falls bereits eine Zeile Logo=1 vorhanden ist, ersetzen Sie die 1 durch die 0. Nun fügen Sie unter [Options] Autoscan=0 ein; falls Autoscan=1 da stehen sollte, ersetzen Sie die 1 durch eine 0.
  • Die letzte Änderung wird wieder im Abschnitt [Options] getätigt: Fügen Sie die Zeile BootDelay=0 ein oder ersetzen Sie gegebenenfalls andere Zahlen hinter dem = durch eine 0.
  • Speichern Sie die Änderungen und verlassen Sie die msdos.sys. Anschließend aktivieren Sie wieder den Schreibschutz.
Was wurde verbessert?
  • Das Windows-Logo wird beim Start nicht mehr eingeblendet, was ca. 2 Sekunden schnellere Boots bewirkt. Außerdem wurde ein Bug beseitigt, welcher manche PC's beim booten zum Abstürzen bewegt, wenn das Windows-Logo eingeblendet wird.
  • Das Laden von Scandisk bei fehlerhaftem herunterfahren wurde deaktiviert, da Beschädigungen an der Festplatte bei fehlerhaftem herunterfahren praktisch unmöglich sind.
  • Der sogenannte BootDelay (steht für "Startpause") wurde verhindert. Windows legt bei jedem Start eine (nutzlose) Zwangspause ein, die nun gestrichen wurde.
Boottipp Nummer 2 (95,98,ME,2000,XP)
  • Starten Sie die regedit (Start, Ausführen, regedit).
  • Wechseln Sie nun zu folgendem Schlüssel:
    HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\Class\Display\0000\DEFAULT
  • Dort angekommen, öffnen Sie die Zeichenfolge DDC und ersetzen die 1 durch eine 0.
Was wurde verbessert?

Es wurde die Monitorerkennung bei jedem Windowsstart ausgeschaltet, was den Bootvorgang um knapp 2 Sekunden beschleunigt. Beim geplanten Monitorwechsel muss der Wert natürlich wieder durch 1 ersetzt werden. ACHTUNG: Wenn Ihnen plötzlich Ihr Monitor kaputt geht und Sie einen neuen kaufen und anschließen, wird er von Windows nicht erkannt! Also überlegen Sie genau, ob Sie das Risiko eingehen wollen.

Boottipp Nummer 3 (98)
  • Starten Sie die msconfig (Start, Ausführen, msconfig, OK) und wechseln Sie zum Registerreiter Autostart.
  • Nun können Sie beliebig Programme deaktivieren. Vorsicht ist jedoch bei Windows Systemdateien, Treibern, (run)dll's und allen anderen Einträgen mit win im Name.
  • Getrost deaktivieren können Sie den SchedulingAgent (Task-Planer), TaskMon und diverse andere (manuell installierte unerwünschte) Programme, die sich sonst im SysTray parken. Nach dem beenden ist ein Neustart erforderlich.
  • Ebenfalls sollten Sie einen Blick in den Autostart-Ordner werfen (normalerweise C:\windows\autostart) und dort alle unerwünschten Verknüpfungen entfernen.
Was wurde verbessert?

Es wurden unerwünschte und nicht benötigte sowie überflüssige Programme beim automatischen mitstarten im Hintergrund gehindert. Das bringt viel System-Performance und kann den Bootvorgang bestenfalls eine halbe Minute verringern.

Boottipp Nummer 4 (95,98,ME)
  • Sie sind stolzer Besitzer eines Lan's (Local Area Network)? Dann können Sie den Bootvorgang nochmals arg beschleunigen, indem Sie Windows verbieten, bei jedem Start nach Datei- und Ordnerfreigaben zu suchen. Dies nützt natürlich nur etwas, wenn die Freigaben gleich bleiben, d.h., dass Sie nicht zu oft die Freigaberechte an einem der vernetzten PC's ändern.
  • Wählen Sie dazu im Arbeitsplatz Ansicht, Ordneroptionen und den Registerreiter Ansicht aus. Nun deaktivieren Sie die Option Automatisch nach Netzwerkordner und Druckern suchen.
Was wurde verbessert?

Weil nun Windows beim Start nicht ständig nach neuen freigegebenen Ordnern oder Druckern suchen muss, beschleunigt das den Bootvorgang bei 16 angeschalteten, vernetzten PC's um ca. 15 Sekunden. Wenn natürlich auf einem PC die Freigaberechte geändert werden, muss die Option für einen Bootvorgang wieder aktiviert werden, oder Sie müssen auf den PC mit geänderten Freigaberechten zugreifen, und aktualisieren wählen. Übrigens: Diese Verbesserung bringt nur etwas, wenn die vernetzten PC's auch angeschaltet sind! Wenn Sie ausgeschaltet sind, sucht Windows sowieso nicht nach neuen Ordnern.

Boottipp Nummer 5 (95,98,ME,2000,XP)
  • Es ist sowieso immer hilfreich, wenn Sie Desktophintergrundbilder oder den Active Desktop sowie sonstige multimediale Elemente (z.B. Sound) entfernen.
  • Das Hintergrundbild deaktivieren Sie folgendermaßen: Rechtsklick aufs Desktop, Eigenschaften, Registerreiter Hintergrund und keine wählen.
  • Den Active Desktop schalten Sie so ab: Rechtsklick aufs Desktop und Active Desktop wählen. Nun Als Website anzeigen deaktivieren.
  • Den Windows-Sound beim Hochfahren und alle andere Sounds schalten Sie ab, indem Sie im Arbeitsplatz die Systemsteuerung wählen und auf akkustische Signale klicken. Nun klicken Sie auf Löschen und beschleunigen somit den Bootvorgang um ca. 2 Sekunden.
Was wurde verbessert:

Multimediaelemente sind zu entbehren und bringen Geschwindigkeit. In dem man die Leistungsfressendsten unter ihnen ausschaltet, bootet der PC erheblich schneller.

Boottipp Nummer 6 (XP)
  • Unter XP lassen sich noch ein paar Hundertstel rausholen, indem Sie die klassische Ansicht (von Win 2000) wählen: Arbeitsplatz, Ansicht, klassisch.
Was wurde verbessert:

Da die Windows 2000 Arbeitsoberfläche einfacher gestrickt ist, lässt sie sich schneller laden und das booten beschleunigt sich geringfügig.

Boottipp Nummer 7 (95,98,ME,2000,XP)
  • Wenn Sie ihren PC ausschließlich als Schreibmaschine verwenden, können Sie auf 256 Farben runterschalten: Rechtsklick aufs Desktop und Eigenschaften wählen. Zum Registerreiter Eigenschaften wechseln und auf 256 Farben (oder niedriger) umstellen.
  • Wenn Sie kleine Auflösungen nicht stören, können Sie im selben Menü eine Auflösung von 640x480 oder 800x600 wählen.
Was wurde verbessert:

Die beiden Tipps wirken sich viel mehr auf die Geschwindigkeit des Windows-Arbeitsalltags aus, beschleunigen das Booten jedoch nur minimal. Den Tipp habe ich nur der Vollständigkeit halber aufgenommen.

Boottipp Nummer 8 (95,98,ME,2000,XP)
  • Defragmentieren rückt verwandte Datenbestandteile zusammen, so dass sich die Ladezeiten verkürzen. Das wirkt sich letztendlich auch aufs Booten aus. So geht's:
    Start, Ausführen, Defrag, OK.
Was wurde verbessert:

Die optimierte Datenzugriffsgeschwindigkeit macht den PC ca. 2 Sekunden schneller aufnahmefähig.

Boottipp Nummer 9 (95,98,ME,2000,XP)
  • Programme wie MagicTunePro, AshampooWinOptimizerSuite, NortonSystemWorks, McAffeeQuickClean, Firestorm, JV16 Power Tools und Putzi4win sowie Purgatio Pro optimieren den PC sowie die Registrierdateinbank und somit auch das Booten. Einige dieser Programme sind sogar kostenlos oder Shareware (JV16, Putzi, Purgatio, Firestorm).
Was wurde verbessert:

Durch die Optimierung mit diesen Tools kann man einiges aus der Kiste rausholen!!

Boottipp Nummer 10 (98,ME,2000)
  • Doch auch ohne solche Tools lässt sich die Regestry optimieren. Dazu klicken Sie auf Start, Beenden, Im MS-DOS Modus Neustarten, OK. In DOS angekommen geben Sie scanreg /fix ein.
Was wurde verbessert:

Die Regestry wurde ausgemistet und der Bootvorgang teils erheblich beschleunigt.

Boottipp Nummer 11 (95,98,ME,2000,XP)
  • Generell gilt: Während des Bootens weder Tastatur noch Maus berühren und keine Geräte anschließen oder Stecker abziehen. Mehr Ram beschleunigt den Boot-Vorgang nochmals.
Boottipp Nummer 12 (XP)
  • Das Booten ist noch immer schleichend langsam? Microsoft hat ein kleines Tool mit Namen Bootvis programmiert (leider nur für XP), das sehr hilfreich sein kann.
PS: Windowsbegriffe (z.B. Desktop, Systemsteuerung) sind kursiv markiert. Ebenso die Arbeitsanleitungen. Im BIOS kann man ebenfalls noch Einträge ändern. Das variiert jedoch von BIOS zu BIOS und ist nur Profis zu empfehlen. Dazu drücken Sie beim booten auf Entfernen. Generell sollten Sie bei Veränderungen an der Regestry vorher immer die Datenbank exportieren. Bei zu verändernden Dateien sollten Sie vorher Sicherheitskopien anlegen.

Alle hier aufgeführten Tipps und Tricks sind von mir geprüft und haben auf meinem PC einwandfrei mit den genannten Betriebssystemen funktioniert. Ich kann allerdings KEINE Haftung für eventuell entstehende Schäden an ihrem oder anderen Systemen übernehmen. Die Durchführung der Tipps geschieht auf ihr eigenes Risiko.


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